Heute freue ich mich ganz besonders über einen tollen Gastartikel von der wundervollen Lilli:

Was ist Glück?

 

Da sitze ich nun, inspiriert von Martje und gehe der Frage nach, was ist Glück?

Also, wirklich nachgehen, nicht so dahinsagen, och ja, wenn ich im Lotto gewinnen würde, dann wäre ich glücklich. Oder, ja, wenn ich 7 kg abnehmen würde, dann… !

Aha.

SOS

Es geht noch schlimmer, jaja, das Leben ist halt hart. Man kann nicht alles haben. „Schuster bleib bei Deinen Leisten“, mir ist es nicht gegeben, viel Geld zu verdienen.

Ach, ich kann Seiten damit füllen, was wir so alles an Glaubenssätzen mit uns herum schleppen und für die Wahrheit halten.

Will ich aber nicht.

Glaubenssätze verhindern Glück

 

Warum? Weil ich sie alle, wirklich alle mitgenommen habe in mein Leben. Hinterfragt aber habe ich sie erst in den letzten Jahren. Das kostet Kraft, das kostet Nerven, das kostet Mut. Denn Du stellst nicht nur Deinen Lebensrahmen, Deine Lebenswelt in Frage, sondern auch die Deines Umfeldes.

Seifenblase

Unter Umständen kann es Dich sogar Freundschaften kosten. Selbst Familienangehörige können sich kopfschüttelnd abwenden. Das ist möglicherweise der Preis für Dein eigenes Glück. Darum kommt jetzt ein sanfter Umsetzungsplan.

Denn, wenn Du Dich änderst, änderst Du das System. Du kannst nicht Dich ändern und erwarten, dass um Dich herum alles genau so bleibt. Obschon ich genau das seinerzeit so erwartet hatte 😉

Was passiert denn, wenn Du DEIN Glück suchst?

Gefahr!

 

Nun, es besteht die Gefahr, dass Du es findest.

Es ist nicht nur schön ein Ziel zu erreichen. Es tut auch weh. Jawohl. Dabei spielt es keine Rolle, was für Dich Glück bedeutet. Es können die ganz kleinen Dinge sein, z.B. möchtest Du einfach nur 2 x die Woche Yoga praktizieren. Nichts Großes wie gesagt. Aber… Du musst Dir diese Zeit „blocken“, das kann bedeuten, Du brauchst einen Babysitter oder Du kochst an diesen beiden Tagen gar nicht oder später, oder Deine Familie muss sich Vorgekochtes selbst servieren. Hört sich easy an, aber mal ganz ehrlich, die Reaktionen sind vorprogrammiert: Wie, Du bist heut Abend nicht hier? Das ist ja mal was ganz Neues. Und was machen „wir“? Oder, ach Madame benötigt Freiraum? Was kommt als nächstes?

Mädchen

Das kommt Dir bekannt vor, oder?

Bist Du eine nette Marionette?

 

Was passiert wohl erst, wenn Du Größeres vorhast? Du magst vielleicht Deinen nine to five Job gar nicht, schleppst Dich Tag für Tag dorthin, lächelst und machst Deinen Job. Weil Du am Monatsende dieses verd…. Gehalt brauchst. Sonntags bekommst Du bereits Kopf-und Bauchschmerzen bei dem Gedanken an den Montag. Aber Du machst Dein Ding. Tag für Tag. Am Wochenende dann erledigst du alles, was in der Woche nicht getan werden kann. Fenster putzen, Wäsche, Bügeln, Großeinkauf, Auto waschen, Kinder bespaßen, Freunde besuchen oder einladen, den Garten hübsch machen…

Deine Lebenszeit ist also voll mit Dingen, die Du machen musst, einfach weil diese getan werden müssen. Du ziehst Dich für´s Büro anders an als es Dir lieb ist, man kann ja nicht als Paradiesvogel daherkommen. Was sollen denn die Anderen denken?

Marionette

JA sagen, NEIN meinen

 

Du gehst auf diverse Geburtstagspartys obschon Du endlich mal Zeit für Dich brauchen könntest. Du sagst JA und möchtest NEIN sagen.

Wie kann das glücklich machen?

Und wenn Du drüber sprichst, dann kommt eine ganze Armada daher und sagt:

Denk an Dich, mach doch mal was für Dich, lass Dich nicht ausnutzen.

Wie Du sicherlich selbst schon erfahren hast, sind es oft genau die Menschen, für die Du Dich verbiegst und weißt Du auch warum?

Sie haben begriffen, wie es geht. Ganz ohne böse Absicht instrumentalisieren sie Dich. Bringen Dir eben die Kids vorbei, leihen sich Dein Auto, rufen Dich an, wenn Dir grad die Augen beim Lesen zugefallen sind, weil sie dringend jemanden zum Reden brauchen, bitten Dich doch schnell einen Kuchen für morgen zu backen, Du kannst das doch so gut, Süße.

Ist Dir auch nicht fremd, oder?

Wo bist DU in diesem Spiel?

Wo ist das Wollen, das Möchten in dem ganzen Müssen?

 

Nun, Du wirst vermutlich diese Menschen verletzen oder gar verlieren, wenn Du endlich mal an Dich denkst. Allein schon der Wunsch, den Du für Dich in die Welt gesetzt hast, wird Dich gaaaaaanz langsam verändern. Denn Du hast eine gewisse Unzufriedenheit bemerkt und Dein Fokus wird von nun an immer wieder darauf gelenkt werden. Es ist, als seist Du schwanger, plötzlich siehst Du nur Mütter und Kleinkinder und Kinderwagen. Oder Du hast vor, dir ein rotes Auto zu kaufen, was meinst Du, wie viele rote Autos Du plötzlich siehst? Eben!

Und so meldet Dir Dein Unterbewusstsein von nun an ständig: ALARM!

Dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass da jemand in Dir besser über Dich Bescheid weiß als Du meinst. Du wirst Menschen um Dich herum wahrnehmen, die das, was Du Dir wünschst, bereits leben. Du hast sie bisher nicht bemerkt.

Noch schaust Du ein wenig neidisch zu (klammheimlich natürlich) und auch nicht so, als würdest Du es den anderen nicht gönnen. Das tust Du ja. Du möchtest nur wissen, wieso die und Du nicht, wie haben sie es gemacht? Waren die immer so oder haben sind sie erst so geworden?

Und genau das sind die richtigen Fragen. Bleibe bei ihnen. Du bist bereits auf dem richtigen Weg.

Jedem_Anfang

Hörst Du Stimmen?

 

Höre auf diese kleine, noch zarte Stimme in Dir. Du musst ja noch nicht drüber reden. Bleibe noch eine Weile ganz bei Dir.

Warum kaufst Du Dir nicht ein hübsches, kleines Notizbuch und schreibst dort einfach hinein, was Du gerne tätest, ganz egal, was es ist, schreib´s auf. Wichtig ist, es schriftlich festzuhalten, nicht nur denken. Das hast Du ja bisher getan und hat es was genützt? Nein.

Das Verschriftlichen von Wünschen, Zielen und Visionen hat den unschlagbaren Vorteil, dass Du Dich viel besser kennen lernst und mit der expliziten Wahl Deiner Worte wirst Du automatisch die richtigen Bilder vor Deinem „geistigen Auge“ entwickeln. Deine Wünsche werden fassbarer, Du lernst, sie besser zu formulieren. Du lernst Dich besser kennen. Das ist sehr wichtig. Es macht doch einen Unterschied ob ich nur denke: oh, ich möchte mal Zeit für mich haben, oder ob ich schreibe: ich werde jeden Morgen, wenn die Kids aus dem Haus gehen zwanzig Minuten lang NICHTS tun, außer Denken und Fühlen, oder meinetwegen zehn Minuten und dann zehn Minuten lang aufschreiben, was ich so gedacht oder gefühlt habe. Du wirst staunen, was Dein Gehirn, Dein Bauch, Dein Herz und Dein Unterbewusstsein Dir alles zu sagen haben.

Oder stelle Dir den Wecker einfach 5 Minuten eher, bleibe dann mit geschlossenen Augen im Bett liegen, tu so als ob Du schliefest, damit Dich niemand zusabbelt und frage Dich einfach, wie der heutige Tag wohl wird. Wird er Dir einen Hinweis auf Deine Wünsche geben? Lass Dich einfach überraschen.

Es klappt nicht am ersten Tag, da kreuzen erst einmal alle Verpflichtungen Deine Gedanken, Zeitpläne, Einkaufszettel, was ziehe ich an?

Lass Dir Zeit!

 

Das ist es doch, was Du Dir gewünscht hast, oder? Nun gib Dir und Deinem Sein ein wenig Zeit, sich an diese neue Gedankenwelt zu gewöhnen. Jede Gewohnheit benötigt, so sagt man, 30 Wiederholungen bis sie zu einer neuen Gewohnheit geworden ist. Hier spreche ich von winzigen Veränderungen, nicht von gravierenden, die dauern Jahre. Aber ein Gehirn liebt auch Gewohnheiten, es nutzt sie quasi als Energiesparinstrument. Über Gewohnheiten muss man ja nicht ständig nachdenken, sie passieren passiv, von allein sozusagen. So, wie Du nicht darüber nachdenkst ob Du auf die Bremse gehen musst, wenn die Ampel auf Rot springt oder wie Du Dir die Zähne putzt- eben weil Du es ja täglich machst. Dieser Energiesparmodus des Gehirns ist aber auch gemein. Blockiert er Dich doch mit seiner Eintönigkeit, weil er Sicherheit vermittelt.

Unter uns. Das nennt man funktionieren, von FUNKTION.

Willst Du das? Oder möchtest Du Veränderung? Im Leben, im Alltag, im Sein und einfach für Dich.

Schreibe also bitte einfach auf, was Deinen Kopf so kreuzt, das kann ein Wort sein, ein Bild oder eine Inspiration, egal. Schon hast Du etwas verändert. Das ist nämlich schon das Erste, was Du für Dich TUST.

Was dann geschieht

 

Nach 2 oder 4 Wochen schaust Du Dir das Geschriebene an. Über einige Einträge wirst du schmunzeln andere regen Dich an, intensiver nachzuforschen. Mach es.

Jetzt ist der Zeitpunkt, diese Notizen zu „bereinigen“, mache aus mindestens einem Wunsch einen Ziel.

Luftballons

Zunächst änderst Du die Formulierung. Nicht mehr, ich wünsche… sondern konkret werden.

Wie strebst Du diesen Wunsch an. Was bist Du bereit, dafür zu unternehmen? Wann wirst Du beginnen? Wie möchtest Du dieses machen?

Um bei dem Yoga Beispiel zu bleiben:

Ich werde xy delegieren an meinen Partner, das Kind, einen Freund.

Ich beginne damit am Mittwoch.

Ich werde während des Abendessens fragen, wer das übernehmen könnte.

Help

Fordere diese Unterstützung ein, möglicherweise freut sich auch jemand darüber, dass Du mal nach Hilfe fragst. Vielleicht dachtest Du bisher nur, es sei Dein Aufgabenbereich, weil Du so erzogen wurdest. Hinterfrage ob es wirklich Dein „Bereich“ ist oder ob Du nur glaubst, dass es so sei. Durch die Gewohnheiten hast Du es nur soweit verinnerlicht, dass Du es für Deine Aufgabe hältst.

Was macht denn den Alltag gewöhnlich? Genau! Gewohnheiten.

Gewöhnlich bist Du doch nicht, sonst würdest Du ja keine Änderung anstreben.

Nimm es an und mach was draus.

 

Wenn Dir kleine Veränderungen gelungen sind, wage etwas Größere.

Denke aber zielorientiert, das soll nicht heißen, dass Du rücksichtslos wirst und Deinen Willen durchsetzt. Führe Dein Umfeld umsichtig und achtsam durch Deine ganz persönliche Phase.

Du wirst Unterstützer finden, obschon Du noch gar nicht darüber gesprochen hast, dass Du bestimmte Dinge vorhast. Zumindest empfehle ich das. Es würde nur Kritiker auf den Plan rufen und Zweifler und all jene, die sich selbst nicht trauen, etwas zu verändern. Das gilt es zu umgehen.

Do_not_enter

Selbstzweifel plagen Dich ja eh schon einige Jahre. Lass es nicht zu, dass sich Energieräuber in Deine Wünsche drängen. Verteidige Deinen Freiraum zunächst im Inneren. Genieße dieses kleine Geheimnis – es ist Deins, es ist für Dich. Das steht Dir zu.

Was sich nun ändert

 

Beobachte Dein Umfeld aufmerksam, Du wirst feststellen, dass sich was tut. Vermeide es, Dich für jeden Handgriff eines anderen überschwänglich zu bedanken. Nimm es hin, lobe den oder die anderen, auch wenn die Dinge nicht so ausgeführt werden, wie Du es getan hättest. Vielleicht sind die Betten nicht akkurat gemacht, aber sie sind gemacht. Vielleicht ist die Spülmaschine nicht effizient beladen, aber sie ist es. Vielleicht stehen die Teller nun schief im Schrank. Na und. Möglicherweise ist der Rasen krumm und schief gemäht. Was macht das aus in Deinem Leben? Fragst Du Dich, was die Nachbarn dazu sagen? Berichte mit Stolz, dass das Dein Kind gemacht hat und hör auf Dich zu rechtfertigen. Das brauchst Du nicht. Du hast es nicht nötig. Du bist nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere Dich gern hätten, Du bist hier, um glücklich zu sein.

Verwechsel aber bitte nicht Erfolg mit Glück

 

Glück ist eine Message an Deine Seele, die Währung heißt nicht Anerkennung, Geld oder Macht.

Seele, das ist kein Organ, das ist das Zusammenspiel von Kopf, Geist, Herz, Bauch. Es ist das, was DICH ausmacht. Das, was von Dir übrigbleibt, wenn Haus, Geld, Auto, Besitz, Statussymbole wegfallen. Glaubenssätze überwinden heißt, DU SELBST SEIN, Dir Deiner selbst bewusst zu sein.

Nicht perfekt, nicht nur Mutter, Schwester, Partnerin, Kollegin, Nachbarin, Freundin sondern auch schlicht und einfach DU.

Wenn Du auf dem Weg erkennst, dass der eine oder andere Dir Energie raubt, Dich leer zieht, überlege Dir, was wäre, wenn er nicht mehr zu Deinem Lebenskreis gehörte. Nur überlegen, bitte, noch nicht rauskicken. Das wäre dann ein neuer Artikel :-) Denke einfach nur mal drüber nach.

P.S. Das sind die ersten Schritte zu mehr Souveränität, Ausstrahlung und Charisma, ob Du willst oder nicht, Du wirst diese drei Dinge erhalten.

wish a little awesomeness, Deine Lilli von quovadix

 

Lilli_QuovadixWAS MACHEN DIE QUOVADIXE?

Polarisierende Meinungen (unsere ;-)) kontroverse Themen aber mit Tiefgang, wir sind kein Jammerforum, sondern ein Blog für selbst-denkende- bodenständige-autonome Menschen, die sich trauen zu sagen, was sie wirklich denken und nicht jedem gefallen möchten. Wenn Du Dich für das echte Leben interessierst, für Deine Karriere, Dir der Status quo oft nicht gefällt und Du Lösungsvorschläge hast, Du Dich außerdem für Psychologie und Sport, Business und vor allem für Deinen IQ interessiert, dann bist Du hier richtig.

RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN VON QUOVADIX

Kann Spuren von Ironie, Witz und Sarkasnüssen enthalten.

Schaut doch mal rein. Jule ist app. Psychotherapeutin und Kitesurferin, Lilli ist psych. Coach und zert. Ref. f. PR /ÖA, Bewerbungstrainerin und Motorradfahrerin, aber darum geht es nicht im Blog. :-) Wir sind gespannt auf euch. Zusammen haben sie die Akademiedigital.de gegründet. Bis denne…let´s get started

Die zwei Neuzeitrebellinen findest Du unter www.quovadix.de

 

6TageInsGLück
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Was ist Glück?
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3 thoughts on “Was ist Glück?

  • Liebe Lilli, vielen Dank für diesen schönen Artikel und du hast recht, dass wir Menschen auf unserem Weg verlieren können, wenn wir für unser eigenes Glück sorgen.
    Und es ist gut, wenn einige Menschen aus unserem Leben gehen, dann häufig waren es genau die, die unserem Glück im Wege standen. Veränderung ist spannend und wundervoll. Alles liebe Jutta

  • Liebe Lilli,

    vielen Dank für diese hilfreiche Anleitung. Ich habe darin mich vor einigen Jahren wiedererkannt – was total schön ist, weil es wohl bedeutet, dass ich auf meinem persönlichen ‚Glücksweg‘ schon ein gutes Stück weiter bin :-)
    Dabei ist mein Leben gerade alles andere als perfekt. Und es hat mich gerade umgehauen, zu sehen, dass sehr viel schiefgehen kann und das Glück trotzdem bleibt – solange man zu sich selbst steht. :-)

    Alles Liebe,
    Marie

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