Stefanie Kruse schreibt über smart ladies, dich! und deinen Weg zu dir. Aber lies am besten selbst:

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Wie du dich in drei Schritten besser kennenlernst

Ein Gastbeitrag für Smart Ladies — da muss ich mir ja etwas ganz Besonderes überlegen. Also komme ich ins Grübeln…

Bin ich selbst eine Smart Lady? Was macht für mich eine Smart Lady eigentlich aus?

Ich benutze „smart“ im Deutschen eigentlich kaum im ursprünglich Sinn von „intelligent“. Nein, für mich ist jemand smart, wenn sie weiß, wie sie gut durchs Leben kommt. Wie sie Hürden überwindet und Herausforderungen meistert. Und dabei kreativ ist und neue Wege beschreitet.

Wie sieht es bei Dir aus? Was ist für Dich eine Smart Lady?

Egal was es ist: Ich glaube, dass wir Frauen eines ganz dringend brauchen, um smart oder noch smarter zu werden.

Wir müssen herausfinden wer wir wirklich sind. Was uns antreibt, was unsere Stärken sind und was uns wichtig ist.

Denn mit diesem Wissen können wir gleichzeitig wir selbst sein und unsere Herausforderungen besser meistern. Denn dass wir uns besser kennenlernen, ist für mich der wichtigste und der erste Schritt, wenn es um Persönlichkeitsentwicklung geht.

Jetzt fragst Du Dich vielleicht: „Und wie finde ich heraus, wer ich wirklich bin?“

Dafür möchte ich Dir eine Anleitung geben.

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Die 3 Schritte, um Dich besser kennenzulernen

Kurz zur Vorgeschichte: Vor mehreren Jahren schon habe ich den TED-Talk „Start with Why“ von Simon Sinek gesehen. Darin geht es darum, dass Unternehmen ihr „Warum“ kommunizieren müssen, um erfolgreicher zu sein und besser zu verkaufen.

Simon erläutert darin, dass man erst das „Warum“, dann das „Wie“ und dann das „Was“ kommunizieren soll.

Da mir dieses Prinzip sehr einleuchtete, fragte ich mich „Wie kann ich das jetzt auf mich als Person übertragen? Taugt das was?“

Und so entstand dann die Idee zu den 3 Schritten:

Schritt 1: Mein Warum — Warum bin ich hier?

Schritt 2: Mein Wie — Was ist mir wirklich wichtig im Leben, was sind meine Werte?

Schritt 3: Mein Was — Was liebe ich zu tun, was sind meine Leidenschaften?

Lass mich Dir ein wenig genauer erklären, worum es dabei geht…

Dein Warum

Dein Warum gibt Dir eine Antwort auf die Frage, was der Sinn Deines Lebens ist oder was Deine Bestimmung ist.

Wenn Dir das ein wenig zu esoterisch ist, dann lieber so: Warum stehst Du jeden Morgen auf?

Eine Zeitlang dachte ich, dass ich das nicht brauche. Warum soll ich mir über so etwas Gedanken machen — da fange ich doch lieber an, meine Ziele zu verfolgen, als mich mit so etwas Schwammigem zu beschäftigen…

Heute weiß ich aber, dass es super wichtig für mich ist, zu wissen, warum ich hier bin.

Was bringt Dir also Dein Warum?

  • Dein Warum hilft Dir Dich zu motivieren. Wenn Du mal nicht vorankommst mit etwas, dann erinnere Dich daran warum Du es tust.
  • Dein Warum hilft Dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn Du die Auswahl hast zwischen verschiedenen Alternativen, frage Dich mit welcher Entscheidung Du Deinem Warum am nächsten kommst.
  • Dein Warum hilft Dir besser zu kommunizieren und bessere Beziehungen aufzubauen. Das was Simon Sinek über Unternehmen sagt, gilt auch für Dich als Smart Lady. Wenn Du weißt, warum Du etwas tust, kannst Du es besser kommunizieren. Und wenn Du Dein Warum kommunizierst, wirst Du tiefergehende Beziehungen aufbauen können. Egal ob zu Deinen Kunden oder zu Freunden. Weil Du damit auf eine emotionale Ebene gehst, die tiefere Verbindungen schafft.

Schritt 1 lautet also: Finde Dein Warum! Überlege Dir, warum Du jeden Morgen aufstehst.

Deine Werte

Das Wie für Unternehmen nach Simon Sinek ist das, was deren Produkte besonders macht, ihre besonderen Eigenschaften sozusagen.

Für Dich als Person sind es Deine Werte, also Deine Vorstellung von Wünschenswertem. Deine Werte helfen Dir, zu entscheiden, was Gut und was Schlecht ist. Wenn jemand ganz andere Werte vertritt als Du, wirst Du denjenigen wahrscheinlich nicht mögen und achten.

Um herauszufinden, was Deine Werte sind, frage Dich: Was ist mir wichtig im Leben? Das allerwichtigste dabei ist: Hör auf Dich selbst! Überlege Dir, was Du wirklich willst und nicht was andere von Dir erwarten.

Ein Beispiel: Familie ist in unserer Gesellschaft immer noch ein wichtiger Wert. Nicht mehr so sehr wie früher und auch nicht so sehr wie in anderen Kulturen.

Aber: Gerade für uns als Frauen ist es immer noch ein Ideal, zu heiraten, Kinder zu bekommen und sich um die Familie zu kümmern. So weit so gut.

Nun gibt es aber Frauen wie mich, die wollen keine Kinder und keine Familie haben. Für mich ist Familie also kein wichtiger Wert. Mir ist Freiheit und Unabhängigkeit wichtiger. Trotzdem höre ich immer wieder auch von mir nahestehenden Personen „Ach irgendwann willst Du auch einen Mann und Kinder“.

Es wird von mir erwartet, dass ich den Wert Familie in mir trage. Das war für mich lange Zeit schwer zu unterscheiden, was ich wirklich will und was mir wichtig ist bzw. was andere von mir erwarten.

Für dieses Muster gibt es noch viele andere Beispiele, daher nochmal: Was sind DEINE Werte?

Übrigens: Wir haben sehr viele Werte, aber einige sind wichtiger als andere. Das sind Deine sogenannten Kernwerte. Also die 3-7 Werte, die Dir am wichtigsten sind.

Wenn Du erst eine lange Liste hast, dann sortiere sie nach Wichtigkeit, damit Du Deine Kernwerte findest.

Als Anregung habe ich hier eine Liste mit Beispielen für Werte: 

Werte
(c) Stefanie Kruse

Dein zweiter Schritt: Finde Deine Werte! Überlege Dir, was Dir im Leben am wichtigsten ist.

Deine Leidenschaften

Nachdem Du weißt, warum Du hier bist und was Dir im Leben wichtig ist, geht es daran herauszufinden, was Du gerne tust — wofür Du brennst.

Ich spreche bewusst von Leidenschaften, weil ich glaube, dass die meisten Menschen mehr als eine davon haben. Aber Leidenschaften sind auch etwas anderes als Interessen.

Ich habe mal irgendwo gelesen

„Du magst Deine Interessen, aber Du liebst Deine Leidenschaften“

Das trifft es für mich ziemlich genau. Du erkennst Deine Leidenschaften daran, dass Du jede freie Minute mit ihnen verbringen könntest. Dass Du die Zeit dabei vergisst. Dass Du stundenlang darüber reden kannst, ohne Dich zu langweilen (während die Anderen vielleicht schon mit den Augen rollen).

Viele Leute, die ich kenne, behaupten, keine Leidenschaft zu haben. Eben, weil sie sich nicht gut kennen. Die Wahrheit ist, dass sie einfach verlernt haben, auf sich zu hören und nicht mehr wissen, was sie als Kind begeistert hat. Denn oft entwickeln sich kindliche Begeisterungen zu echten Leidenschaften weiter.

Ich kenne das von mir selbst: Im Kindergarten habe ich es geliebt mit Lego zu spielen und später am PC bei „Die Sims“ Häuser eingerichtet statt mit diesen Figuren zu spielen. Architektur und Interior Design haben mich immer fasziniert.

Ich habe aber nie etwas daraus gemacht, weil mir immer gesagt wurde „Damit kannst du eh kein Geld verdienen“. Hätte ich mich davon nicht abbringen lassen, wer weiß — vielleicht wäre ich heute eine berühmte Innenarchitektin?

Und obwohl ich es nicht bin, habe ich mit der Zeit doch diese Leidenschaft wiederentdeckt und beschäftige mich heute in meiner Freizeit sehr viel mit dem Thema…

Daher rate ich Dir: Schau in Dich hinein, geh zurück in Deine Vergangenheit und überlege Dir, was Du wirklich gern tust. Was Dich die Zeit vergessen lässt. Und probier Dich aus. Fange einfach mal an neue Sachen zu entdecken und wer weiß…

Ich habe auch irgendwann aus Spaß angefangen zu Bloggen (für eine Reise) und habe entdeckt, dass ich das total gerne mache und dass es mir unglaublich viel Freude bringt.

Aber auch früher hatte ich immer schon ein Interesse für Schreiben und Lesen. Als Sechsjährige habe ich schon Bücher verschlungen und das Schreiben in der Schule und in der Uni ist mir nie schwer gefallen. Trotzdem dachte ich immer, dass ich nie wirklich für andere Menschen schreiben könnte, sei es ein Blog oder ein Buch. Denn ich dachte mir, dass ich dafür nicht die richtige Ausbildung habe und andere das viel besser können.

Ja, es gibt immer andere, die etwas besser können als Du, aber davon darfst Du Dich nicht abhalten lassen. Und auch nicht davon, die „richtige“ Ausbildung nicht zu haben.

Wenn Du wirklich eine Leidenschaft für etwas hast, dann lernst Du mit der Zeit schon alles, was Du brauchst. Und die Kombination Deiner Stärken, Deiner Interessen und Deiner Leidenschaften wird Dich so einzigartig machen, dass Du dann in Einem wirklich die Beste bist: Nämlich im Du selbst sein. Und das macht für mich eine Smart Lady aus!

 

Stefanie Kruse unterstützt auf Lebe ohne Grenzen als Bloggerin Stefanie Kruseund Coach junge Menschen, sich ein Leben aufzubauen, das ihren Bedürfnissen entspricht und in dem sie ihre Leidenschaften verwirklichen können.

In ihrem kostenlosen e-Book „Entdecke deine Passion“ geht sie noch genauer auf die drei Schritte aus diesem Artikel ein und bietet dir konkrete Fragen und Tipps, wie du diese Schritte umsetzen kannst.

Wie du dich in drei Schritten besser kennenlernst

2 thoughts on “Wie du dich in drei Schritten besser kennenlernst

  • Ein sehr treffender Beitrag!
    Gerade das „Warum“ motiviert mich fast jeden Tag aufs Neue. Es gibt mir die nötige Energie, immer wieder weiterzumachen, egal welche Widrigkeiten sich das Leben mal wieder ausgedacht hat.
    Liebe Grüße
    Christine

    1. Liebe Christine,
      ich finde, das hat Stefanie auch sehr schön beschrieben. Wunderbar, dass du so ein starkes Warum hast! Mit dem Fokus darauf und auf die schönen Dinge, sind diese Widrigkeiten dann wirklich leichter zu überstehen.
      Danke für deinen Kommentar! :-)
      Alles Liebe,
      Martje

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