Heute morgen bekam ich von meiner Freundin Nana eine Whatsapp Nachricht. Sie würde sich gern als Betatesterin für ein Produkt zum Thema Selbstwertgefühl zur Verfügung stellen.

Aha.

Sie beschrieb mir den Stress, den sie gerade hat mit den Worten „ich weiß selbst nicht, was los ist“, um dann im Gespräch darauf zu kommen, was das wirkliche Problem ist. Totale Überlastung von allen Seiten und viel zu wenig Fokus auf ihre eigenen Bedürfnisse.

Rational weiß ich das alles. Emotional bin ich selbst mein ärgster Feind.

Ein richtiges Coaching oder eine richtige Beratung sind per whatsapp doch sehr stark eingeschränkt… also konnte ich ihr nur kurz ein paar Tipps für schnelle Techniken geben und bekam folgende Antwort:

Ich kenne die Strategien alle. Das hindert mich leider nicht daran, sie entweder nicht umzusetzen oder mich extrem selbst fertig zu machen. Mein Selbstwert ist mein Kuhfuß. Ich weiß, wie es richtig wäre, aber ich kann es für mich nicht.

Nana ist nicht doof. Sie ist eine reflektierte junge Frau, die sich mit sich und ihren Bedürfnissen schon viel auseinandergesetzt hat.

Sie ist auch nicht faul. Sie hat während des Studiums nebenbei gearbeitet, zwei Kinder bekommen und ein Haus umgebaut.

Sie bekommt alles hin, powert wo es nötig ist, stopft Löcher und lebt damit ständig am Limit.

Obwohl sie weiß, dass sie sich Zeit für sich nehmen müsste, Zeit für ihre eigenen Bedürfnisse, gibt es immer etwas dringendes zu tun, und ihre Zeit wird auf später verschoben.

Obwohl sie weiß, dass Entspannung und Kräfte sammeln essentiell sind, um stark weiter zu machen, weitermachen zu können, nimmt sie sich die Zeit dafür nicht. Es ist ihr nicht wichtig genug. Sie ist es sich selbst nicht wert.

Und das weiß sie.

Ich bin zu fast allen Mitmenschen gut. Außer zu mir selbst.

Wenn Wissen allein also nicht ausreicht, wie bekommt man das entsprechende Gefühl dazu, das Wissen zu übernehmen? Wie bringt man Kopf und Seele in Einklang?

Offensichtlich geht es hier um die fehlende Umsetzung. Jede noch so effektive Strategie kann nur erfolgreich sein, wenn sie auch umgesetzt wird. Wenn die Blockade also schon vom Tun abhält, wie kann ich dann helfen?

Ich hätte ihr gern eine Hypnose angeboten, um genau diese Blockaden zu lösen und ein besseres Selbstwertgefühl zu manifestieren. Leider wohnen wir einige hundert Kilometer entfernt und können uns nicht mal so eben treffen.

Ich habe mir also etwas anderes überlegt.

Da sich Nana als Betatesterin zur Verfügung gestellt hat, nutze ich das gleich mal aus. Für sich selbst wird sie die Techniken nicht anwenden. Aber vielleicht für mich? Als meine Freundin wird sie mir mit meinem jungen Blog sicherlich helfen wollen, und wenn sie nicht so stark auf ihre Bedürfnisse achtet, kann sie auch eigentlich nicht nein sagen.

Ich werde sie bitten, für mich ein paar Techniken auszuprobieren und mir dazu eine Rückmeldung zu geben.

Um die Aufgabe möglichst einfach zu gestalten, mit möglichst wenig Aufwand für sie, schlage ich ihr diese fünf Techniken vor.

Wie sieht es aus mit deinem Selbstwertgefühl? Machst du gleich mit?

 

5 Techniken für mehr Selbstwertgefühl

 

  1. Lass die Vergleiche mit anderen sein. Deine Kollegin hat ein größeres Auto? Vielleicht hat sie dafür einen mega Kredit am Hals. Dein Nachbar hat immer alles im Griff? Guck mal hinter die Fassade… vielleicht hat er nur eine große Klappe. Menschen tendieren dazu, ein besseres Bild von sich zu erzeugen als wirklich vorhanden ist. Klar, keiner macht freiwillig den Seelenstriptease vor nicht (fast) fremden Leuten.
  1. Erstelle eine Liste. Ich mag mich, weil…. Ich kann gut…. Und dann sei ruhig mal erstaunt darüber, wie toll du bist und was du alles kannst!
  1. Plane dir für jeden Tag einen kleinen Erfolg ein. Erledige etwas, das schon lange liegt, sag nein zum Nachbarn oder sag deinem Kollegen die Meinung. Mach das am besten gleich morgens, das erzeugt ein super Gefühl für den ganzen Tag.
  1. Nimm Haltung an! Eine aufrechte Körperhaltung lässt dich gleich viel positiver wirken – außen und nach innen. Jedes Mal, wenn du an einem Spiegel oder einer Fensterscheibe vorbeigehst, lächelst du dir zu. Denn du bist toll!
  1. Negative Stimmen in deinem Kopf? Wollen sie dir einreden, du seist zu blöd, zu faul, zu wertlos? Hör dir ruhig mal an, was sie genau zu dir sagen. Und dann äffe sie nach mit einer total albernen Stimme (Mickey Mouse vielleicht). Und dann hör nochmal zu: kann jemand, der sich so albern anhört, wirklich recht haben? – ich glaube nicht!

Diese fünf Techniken lassen sich ganz leicht in den Alltag integrieren und dauern wirklich nicht lange. Sie geben dir einfach ein gutes Gefühl und steigern deinen Selbstwert.

 

Möchtest du noch etwas tiefer gehen? Mehr Zeit investieren für dich und dein Selbstwertgefühl?

 

  1. Erkenne die Ursachen für dein Gefühl. Frag dich in jeder Situation, in der du dich minderwertig fühlst, warum das so ist und wie es dazu kam. Oft gab es in der Kindheit oder Jugend Schlüsselsituationen, aus denen du gelernt hast (…) und wegen der du jetzt so reagierst (wie du eigentlich gar nicht möchtest). Versuche, die Situation von außen zu betrachten und sei nur ein Beobachter. Schreib deine Empfindungen auf. Beim nächsten Mal wirst du vielleicht schon sehen, dass du ganz anders reagierst als jetzt!
  1. Fokussiere immer auf das Positive – und jede Situation hat etwas Positives! Je mehr du auf die positiven Aspekte eingehst und sie dein Lebensgefühl beeinflussen lässt, umso mehr tolle Dinge und Menschen werden dir begegnen. Tony Robbins sagt dazu: „Where focus goes, energy flows.“ Worauf du deinen Fokus richtest (auf das Positive) dahin wird die Energie (tolle Dinge und Menschen) fließen!
  1. Versuch mal folgende Übung: ich trau mich nicht, aber ich mach es trotzdem
    Selbstvertrauen
    Bestimmt kennst du auch eine oder mehrere Situationen, in denen du etwas gemacht hast, obwohl du Angst davor hattest. Fremde Menschen anzusprechen, vom 3-Meter-Brett zu springen, ein Referat zu halten. Du hast es trotzdem getan – und es war gar nicht so schlimm… oder? Trau dir zu, mehr dieser Situationen zu meistern (und wenn nötig, bring dich in solche Situationen, damit du üben kannst) So steigerst du dein Selbstvertrauen und damit auch dein Selbstwertgefühl.
  1. Führe eine Erfolgsliste. Schreib für mindestens 21 Tage täglich 3 Erfolge auf. Das müssen keine riiiiiesigen Erfolge sein – auch ein kleiner Erfolg tut es in diesem Fall. Nach drei Wochen hast du dich daran gewöhnt und behältst diese neue Gewohnheit vielleicht sogar bei :-) So hast du immer eine lange Liste an Dingen, die du erreicht hast.

An Tagen, an denen du dich nicht so toll findest, kannst du dein Selbstwertgefühl pushen, indem du dir die Liste durchliest.

Siehst du jetzt, wie toll und wertvoll du bist?

   5. Wir Menschen neigen dazu, alles zu bewerten. Verhalten, Gefühle, äußere Umstände.

Versuche, zwischen dir selbst und deinem Verhalten zu trennen. Nur weil du Mist gebaut hast, bist du nicht weniger wert! Neulich habe ich gelesen (ich weiß nur leider nicht mehr, wo): Eine Stradivari bleibt immer eine Stradivari – egal wer darauf spielt. Du bist die Stradivari, dein kleiner Mißerfolg ist nur das Lied.

 

Du musst nicht alle 10 Tipps ausprobieren (außer du bist Nana!), sondern pick dir heraus, was dir gefällt und was du gern umsetzen magst.

Mit der richtigen Einstellung fallen dir viele Dinge leichter und du wirst merken, dass sich deine Erfolge schneller einstellen und dass du dich leichter in „unangenehme“ Situationen begibst – weil du es kannst.

Damit steigerst du dein Selbstvertrauen und merkst einfach immer öfter, dass du sehr, sehr wertvoll bist.

Hast du noch weitere Tipps? Ich bin gespannt! Schreib mir in den Kommentaren!

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Selbstwert: Wie Nana beginnt, sich selbst zu lieben. Und wie du das auch kannst.
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