Die Selbstverwirklichung

Gastbeitrag von Marco Tetens

Wie das Ziel zu definieren ist

 

Viele Menschen haben Ziele und Wunschvorstellungen. Die meisten Wünsche und Träume stammen aus der Kindheit.

Wie war das denn doch gleich?

 

Ja, als Kind gab es so viel zu sehen und bestaunen und alles wollte man auch mal machen, erleben, werden oder erfahren.

Die Frage nach dem: „Warum denn nichts von alledem eintraf“ beschäftigt viele Menschen bis ins hohe Alter. Und dann kommen Ausreden und Selbsterklärungen, nur damit der Mensch mit seiner jetzigen Situation einverstanden und zufrieden ist. Es wären ja so viele Dinge von außen ganz anders gelaufen, wären da andere Umstände gewesen… ja, dann hätte man auch alle seine Träume und Ziele verwirklicht. Und mit der Einstellung geht man dann durch das Leben und stellt sich dann nach und nach immer weniger die Frage nach dem „Warum?“.

Wenn der Mensch sich oft genug einredet, dass er zufrieden ist… dann ist er das auch. Nur wie sieht es im Inneren aus?

Ist da nicht diese brennende Sehnsucht, doch seine Träume umzusetzen und einfach zu tun?

 

Ich frage immer: „Warum tust Du es nicht einfach?“

Die Antworten sind immer die gleichen. Viele, viele Ausreden, die dafür sorgen, dass immer schön die Spur der Konformität gehalten wird. Genau deshalb ist es vielen gar nicht möglich, sich über sich selbst hinwegzusetzen. „Haben wir das nicht schon als Kinder verboten bekommen?“

Diese Verbote und Gebote begleiten uns alle ein Leben lang. Es sei denn, wir finden zu uns selbst und verwirklichen uns selbst.

Wie finde ich zu mir selbst?

 

Diese Frage ist uralt und schon die ältesten Generationen vor uns haben sie gestellt. Denn durch die Regel der Norm ist kein Mensch glücklich, wenn er nicht in seiner eigenen Ausgeglichenheit auch seine innere Mitte gefunden hat.

Viele Menschen laufen heute durch die Straßen und finden für alles und jedes einen Schuldigen. Es ist mittlerweile so schlimm geworden, dass viele Menschen sich gar nicht mehr selbst wahrnehmen. Sie leben einfach irgendwie – mehr schlecht als recht – und fristen ihr Dasein in ihrer eigenen Scheinwelt. Wenn es Leute gibt, denen es materiell oder emotional besser geht, so finden sich natürlich ganz schnell viele Gründe, Dinge oder Personen, warum dies so ist. Damit ist wieder die Schuldfrage geklärt: ganz weit weg von einem selbst und obwohl man ja selbst nicht Schuld an der Misere ist, muss man nun das ausbaden und ertragen, was andere verbockt haben.

Die Selbstfindung besteht zu einem großen Teil aus der Änderung der Perspektive und einer gesunden Selbstreflexion.

Wie kann ich mich selbst wahrnehmen, wenn ich mich gar nicht kenne?

 

Man muss sich also als erstes einmal kennenlernen! Denn nur wenn ich weiß, was da ist, kann ich es ändern. Das Selbstkennenlernen ist sehr leicht. Man beobachtet sich selbst jeden Tag 24 Stunden und man wird schon einmal feststellen, dass es nicht unbedingt die anderen sind, die sich immer nur falsch verhalten.

Diese Art der Selbstreflexion ist effektiv und bringt die gewünschten Erkenntnisse, auch wenn diese nicht immer schmecken. Das Akzeptieren und Respektieren dieser Erkenntnisse bringt einen in diesem kennen Lernprozess sehr weit voran und schließlich, man übernimmt Verantwortung für sich selbst.

Das bedeutet, dass nicht immer die anderen schuld sind, sondern dass man bei sich selbst zuerst schaut und dann die Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.

Die Selbsthinterfragung ist ein weiteres sehr hilfreiches Mittel

 

Fragen, wie „Warum hat mein Gegenüber so reagiert, wie er reagiert hat?“ sind der Schlüssel zum eigenen Verhalten. Denn wer sich selbst hinterfragt und diese Antwort darauf daraufhin auch noch einmal hinterfragt, findet zum Kern seines eigenen Verhalten und die Wirkung andere.

Wer also weiß, wie er oder sie auf andere wirkt, kann sein Verhalten so steuern, dass er oder sie auch die Verantwortung dafür übernehmen kann. Wenn diese (Lern-)Prozesse ausdauernd durchgeführt werden, dann ist der Erfolg zur Selbstfindung garantiert.

Selbstfindung gleich Selbstwahrnehmung

 

Wenn jemand über Ziele und Träume nachdenkt, wird dies über den Verstand geregelt und mit den vorher schon erwähnten Ausreden beschönigt. Viele wissen gar nicht, dass Krankheiten, wie Allergien, Unpässlichkeiten und andere Dinge genau aus solchen unterdrückten Gefühlen entstehen. Es ist das Gefühl, das dafür sorgt, dass durch irgendeinen Impuls ein Gefühl aus der Vergangenheit hervorkommt und sich in der Gegenwart als Gedankengang wiederfindet.

Viele Gefühle, die man empfindet, kannst man sich nicht erklären. Die Erklärung dafür sind schon gegeben worden.

Doch sehr wichtig ist es zu wissen, woher diese Gefühle stammen und sie nicht einfach zu Verdrängen. Genauso wichtig ist es, sich mit den manchmal gar nicht so schlüssigen Gedanken des Verstandes zufriedenen zu geben.

Die Selbst-Beobachtung ist somit wichtig auf diesem Weg. Wenn man dann erkennt, warum man seine Ziele und Träume aus den Augen verloren hat, ist es nie zu spät, diese doch noch zu erreichen.

Denn mit der Erkenntnis bekommt man gleichzeitig auch die nötige Power, aus dir selbst heraus alles zu schaffen was man will.

Hierfür einmal ein Beispiel dafür anhand einer kleinen Geschichte, wie so etwas aussehen kann.

Geschichte einer Frau, die sich selbst verwirklicht hat…

 

Stell Dir einmal vor, da ist die… nennen wir sie einmal… Lisa.

Lisa kommt aus einer mittelständigen Familie. Ihre Kindheit verlief ziemlich Regelkonform.

Sie hat in ihrer Kindheit irgendwann angefangen sich zu schminken und entdeckte dabei, dass ihr das Schminken wahnsinnigen Spaß bereitete. Sie lud ihre Freundinnen ein und es wurden wahre Schminkpartys veranstaltet. Das war eine Zeit, in der sie so glücklich und so voll Energie war, wie sonst nie. Im Schminken konnte sie all ihre Kreativität einbringen, ausleben und fand überall Anklang und Anerkennung.

Überall? Nein, nicht wirklich! Denn ihre Eltern waren alles andere als begeistert. Sie wollten, dass es ihrer Tochter einmal besser gehen würde, als ihnen selbst. Ihr Vater sei ein bodenständiger Handwerker, ihre Mutter eine mehr oder weniger zufriedene Hausfrau. Mit den Plänen ihrer Tochter liefen beide nicht konform, denn ihr Kind sollte eine Zukunft haben, in der es an nichts mangelt. Sie hatten sogar schon einmal daran gedacht für sie einen passenden Mann auszusuchen, der in materiellen Wohlstand lebte, damit sie ihre so geliebte Tochter versorgt sehen konnten.

Lisa war sehr traurig über ihre Eltern. Sie wusste auch nicht wie sie sich gegen ihre Eltern wehren könnte, da sie ja von klein auf an gelernt hatte, dass man den Eltern nicht widerspricht und dass das, was die Eltern sagen prinzipiell richtig ist. Es war mehr oder weniger ihr Glück, dass ihre Eltern den Gedanken mit der Hochzeit in ein reiches Haus wieder verworfen haben.

Ihre Eltern lagen ihr immer in den Ohren und überredeten sie dann schließlich auch eine bodenständige Ausbildung als Versicherungskauffrau zu machen. Nachdem sie diese beendet hatte, redete sie sich ständig und dauernd ein, wie gut es ihr doch ginge… ja – finanziell hatte sie keine Sorgen und durch das Sparbuch, welches ihre Eltern für sie einrichteten, hatte sie auch immer eine Sicherheit.

Sie hatte viele Freundinnen. Mit denen ging sie jedes Wochenende auf Partys mit jeder Menge Alkohol. Es gab da schon mehrfach die Situation, dass sie bei einem Mann aufwachte und gar nicht wusste, wie sie dahin kam, geschweige denn was passierte. Genau diese Art von Lockerheit durch den Rausch machte sie so beliebt bei Ihren Freundinnen. Und sie freute sich jedes Mal riesig, wenn es hieß: „fertig machen für die Party“. Denn dann konnte sie wieder ihre Kreativität im Schminken ausleben, die sie bereits vergessen hatte.

Eines Tages lernte sie einen Mann kennen, an den sie ihr Herz verlor. Er war gutaussehend und von Beruf ein talentierter Handwerker. Von da an änderte sich sehr viel in ihrem Leben. Die Partys wurden weniger und sie wurde immer häuslicher. Ihr Freund wurde zu ihrem Ehemann und sie erkannte immer mehr, dass die Ähnlichkeiten mit ihrem Vater deutlicher wurden.

Eines Tages hatte ihr Mann die Idee sich selbstständig zu machen und fragte auch gar nicht lange… gesagt, getan. Erst lief es sehr schleppend und sie lebten größtenteils von ihrem Verdienst, den sie aus der Anstellung als Versicherungskauffrau erhielt. Dann lief das Geschäft ihres Mannes immer besser und besser, bis er eines Tages beschloss, sie bräuchte nicht mehr arbeiten, denn es geht ihnen so gut, dass er das Geld verdiene und sie sich um den Haushalt kümmern könnte.

Bislang war es so, dass er irgendwo von Unterwegs etwas schnelles gegessen hatte, weil sie durch ihre Arbeitszeit auch noch nicht zuhause war. Das alles änderte sich nun, sie kochte und machte sauber. Irgendwie war sie froh nicht mehr in der Versicherung zu arbeiten und ja, finanziell gab es keine Sorgen. Sie konnte sich also wirklich glücklich schätzen so ein tolles, sorgloses Leben zu führen.

Ihr Mann verdrängte schon immer den Stress des Alltags mit seinem gemütlichen Feierabendbier. Sprechen über Gefühle war ihm fremd und er spielte gerne den Saubermann, bei dem die ganze Welt in Ordnung ist. Es dauerte auch gar nicht lange bis sie schwanger wurde und nun glaubte, mehr Glück geht nicht. Die kleine Tochter, die sie bekam wurde langsam zum Mädchen und sie tat alles, damit ihre Tochter wohlbehütet und geliebt aufwächst. Ihre Leidenschaft für das Schminken war schon lange erloschen… es gab so viele Dinge in ihrem Leben, da war das nun wirklich nicht mehr wichtig.

 

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Plötzlich wurde sie krank, Neurodermitis diagnostizierten die Ärzte. Das sehr besondere daran war, dass jede Berührung ihr Schmerzen bereitete und sie einfach nicht erklären konnte, warum das so war. Ihr Mann war alles andere als begeistert darüber und sein Bierkonsum erhöhte sich bis schließlich Schnaps auch zu seiner Routine gehörte. In dieser Zeit war von glücklich und zufrieden nicht mehr zu sprechen.

Es ging so nicht weiter, ihr Unwohlsein wurde stärker und stärker… Sie hat sich dann fast jeden Tag mit ihrem Mann gestritten, das Thema war fast immer der Alkohol. Sie konnte nachts nicht mehr schlafen und sah als einzigen Ausweg Schlaftabletten, um überhaupt irgendwie zur Ruhe zu kommen. Ihr Mann wurde ihr immer fremder, ihre Tochter war mittlerweile erwachsen und ausgezogen. Eines Tages knallte es so zwischen ihrem Mann und ihr, dass sie die Trennung wollte. Es war ein harter Kampf, doch auch diesen gewann sie irgendwie.

Nun war sie allein, allein mit sich selbst. Ihre Tochter besuchte sie regelmäßig, hatte jedoch auch ihren eigenen Job und ihren Freund.

Die Scheidung lief und zu ihrem Exmann gab es keinerlei Kontakte. Ihre Neurodermitis behandelte sie mit diversen Medikamenten und Cremes. Sie war totunglücklich und frei gleichzeitig, doch das sah sie nicht und sie hatte auch nicht wirklich einen Plan, wie es weitergehen sollte. Ihre Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer, die Ärzte konnten ihr nicht wirklich helfen… alles nur Versprechungen und keine konkreten Ergebnisse.

Mit jedem Schmerz, den sie fühlte, erkannte sie immer mehr, was sie doch für ein schlechter Mensch sei. Dass sie die Trennung durchgezogen hatte, schien ihr ein Beweis für ihre Ansichten zu sein. Und je mehr sie darüber nachdachte, desto tiefer und härter ging sie mit sich ins Gericht. Sie ließ kein gutes Haar an sich selbst und begann sich selbst zu hassen und abzulehnen. Durch die Medikamente schwemmte ihr Körper immer mehr auf und so konnte sie sich nicht mal mehr in den Spiegel sehen, denn was sie da sah, war ihrer Meinung nach alles andere als schön.

Und so ging es Tag ein, Tag aus. Das Arbeiten kam für sie nicht mehr in Frage, schließlich war sie schon seit Ewigkeiten aus dem Job heraus. So hatte sie dann nur noch eine kleine Wohnung und lebte vom Amt. Sie war für nichts mehr offen, litt unter Bluthochdruck und ihrer unheilbaren Neurodermitis. Sie gab sich immer mehr auf und nicht mal ihre Tochter konnte sie aus ihren zerstörerischen Gedanken befreien.

Ihre Tochter machte sich wirklich große Sorgen um sie. Und so kam es, dass sie eines Tages ihrer Mutter ein Seminar zur Reiki-Einweihung schenkte. Lisa wehrte es erst einmal ab, doch dann überlegte sie und dachte… „Warum nicht? Versuch macht klug.“ Der Termin zum Seminar rückte näher und näher und als der Tag gekommen war, schleppte sie sich beschwerlich dort hin. In diesem Seminar bekam sie das erste mal Kontakt zu einer spirituellen Welt. Während der Einweihung fühlte sie, wie der Strom der universellen Energie durch ihren Körper floss und ihre Gedanken immer klarer und klarer wurden. Sie blühte in diesem Seminar förmlich auf. Sie fühlte wie diese Energie alles schwere, leicht werden ließ und fühlte sich sehr wohl.

Nachdem sie ihre Urkunde für den ersten Reiki-Grad voller Stolz entgegennahm, wurde ihr mit auf den Weg gegeben, dass nun eine Zeit der Reinigung vor ihr lag und sie sich keine Sorgen machen sollte, da dies ganz normal wäre. Oh, ja die „Reinigung“ war voll im Gange. Vier geschlagene Tage lag sie mit Fieber und Schnupfen sowie Husten stramm im Bett. Ihre Tochter pflegte sie und konnte eine Veränderung ihrer Stimmung wahrnehmen. Auf die Frage, wie das Seminar denn so war, bekam sie gleich eine Antwort mit einem neuen, unbekannten Glanz in den Augen ihrer Mutter.

Nach vier oder fünf Tagen fühlte sich Lisa immer stärker und stärker… ihre Gedanken wurden klarer und klarer und sie überlegte sich mit einer völlig neuen Perspektive, wie ihre Zukunft aussehen könnte und welche Möglichkeiten sie hat. Eines Morgens stand sie im Bad und dachte sich: „Heute mache ich mich mal hübsch.“ Als sie mit der Schminke geübt hantierte so, als hätte sie nie etwas anderes gemacht, wurde es ihr klar. Sie macht ihr Hobby – oder war es nicht ihr sehnlichster Wunsch aus der Kindheit – zu ihrem Beruf. Im Jobcenter fragte sie nach Förderungsmöglichkeiten und bekam genügend Zuspruch. Je mehr sie ihrer Bestimmung folgte, desto glücklicher und gesünder wurde sie. Jeden Morgen machte sie ihr Reiki-Ritual und ließ diese wunderbare Energie durch ihre Energiekanäle fließen.

Ihr Kindheitstraum wurde wahr und sie führte ein wunderbares, zufriedenes Leben.

Sie wurde gesünder und gesünder und Ärzte standen mit schüttelnden Köpfen da und jeder Kommentar verstummte.

Das war die Selbstverwirklichung der… nennen wir sie Lisa…

Autor: Marco Tetens, Heilverzeichnis

Die Selbstverwirklichung: ein Gastbeitrag von Marco Tetens

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