mach_ich_späterMach ich später – warum Aufschieberitis dir nicht weiterhilft

 

 

 

Mach ich später… morgen ist auch noch ein Tag… das hier ist auch wichtig… ich hab jetzt keine Zeit…

Wer kennt sie nicht, die kleinen Ausreden des Alltags, um (unangenehme) Aufgaben vor sich herzuschieben? Warum machen wir das?

Durch das Aufschieben der Aufgabe entsteht in der Regel doppelter Frust – erstens haben wir die Aufgabe immer noch nicht erledigt und zweitens kommen der Druck und das schlechte Gewissen dazu.

Die Gründe für Aufschieberitis (oder Prokrastination) sind vielfältig.

 

 ♥ Wenn die Aufgabe sehr unangenehm ist oder wir sie einfach nicht mögen, versuchen wir unbewusst, uns vor der Erledigung zu drücken.

Klar, nette Dinge tun macht einfach mehr Spaß!

 ♥ Vor der Erledigung einer unliebsamen Aufgabe, stehen wir unter Druck. Das muss jetzt wirklich mal erledigt werden! Mach ich morgen zählt nicht.

Wir fühlen uns nicht wohl, haben eventuell sogar eine ziemlich nahe Deadline. Das stresst!

Wieviel besser fühlt es sich dann an, die Zeit mit schönen Dingen zu verbringen?

 ♥ Häufig sind wir besonders leicht abgelenkt, wenn es eigentlich darum geht, etwas Unangenehmes zu erledigen. Kurz mal gucken, was bei Facebook los ist, das Telefon klingelt, eMails checken. Jede Ablenkung ist besser, als sich auf die Aufgabe zu konzentrieren.

 ♥ Perfektionismus ist ein hervorragender Grund, etwas aufzuschieben. Erst wenn die perfekte Idee gefunden ist, macht es überhaupt Sinn, anzufangen. Erst wenn ich 53 Ausbildungen habe, kann ich mich für einen Job bewerben. Erst wenn ich perfekt gestylt bin, kann ich nach draußen zum Briefkasten gehen.

 ♥ Menschen, die nicht nein sagen können, nehmen oft weitere Aufgaben an, ohne ihre eigenen (eventuell unangenehmen) Aufgaben erledigt zu haben. Geht ja dann auch nicht mehr, die Zeit ist um. Und die eigenen Dinge kann man wunderbar auf morgen verschieben..

 ♥ Wenn ich nicht weiß, welchen Weg ich gehen möchte und schon gar nicht weiß, wohin ich will, brauche ich gar nicht erst anzufangen. Unentschlossenheit und Ziellosigkeit sind tolle Gründe, etwas nicht anzupacken und sich lieber mit etwas anderem zu beschäftigen.

 ♥ Die Angst vor Fehlern und schlechten Ergebnissen führt nicht selten dazu, gar nicht erst anzufangen. Wenn du eine Arbeit nicht abgibst, kannst du nicht bewertet werden. Wenn du dich nicht für einen Job bewirbst, kannst du nicht abgelehnt werden. Also lieber gar nichts machen und dir sagen: immerhin könnte ich ja…

 ♥ Wenn du schon eine Weile dem mach-ich-später Mantra folgst, hast du möglicherweise schon einen Berg von Aufgaben vor dir liegen. Meist sind das mehr To Dos, als du tatsächlich in dieser Zeit bearbeiten kannst. Mißerfolg ist vorprogrammiert: das alles kannst du nicht schaffen, also lieber gar nicht starten.

 ♥ Du kannst dir aber auch einen detaillierten Plan machen. Aufgaben bis ins Kleinste unterteilen und notieren, diese Liste noch optisch hübsch machen und wenn du dich dafür noch in eine Worklist-Software einarbeiten musst – umso besser! Du arbeitest aktiv an deinen To Dos, hast nichts geschafft und deine eigentlichen Aufgaben wunderbar aufgeschoben.

 

Ich schreibe das bewusst etwas provozierend, nicht um dich anzugreifen, sondern weil ich mich damit auch selbst aufs Korn nehme. Aufschieberitis und die mach ich später Mentalität kenne ich gut.

Manchmal ist es ja auch nicht schlimm, etwas aufzuschieben. Aber gehäuft und ständig, kann es dir echte Probleme bereiten.

 ♥ Du verpasst das günstige Angebot oder die Frist für Bewerbungen oder Prüfungen.

 ♥ Deine Mitmenschen verlassen sich nicht mehr auf dich, wenn du unzuverlässig bist und Versprechen nicht einhältst.

 ♥ Im Job könnten verpasste Deadlines auch drastischere Konsequenzen haben, im schlimmsten Fall den Jobverlust.

 ♥ Mahngebühren bei verspäteter Zahlung von Rechnungen, finanzielle Einbußen

 ♥ Aufgeschobene Arztbesuche trotz Beschwerden können gesundheitliche Probleme verschlimmern

 

Aufschieberitis

 

Wenn du wissen möchtest, ob du überhaupt Aufschieber bist, lohnt es sich, einen Blick auf deine Gewohnheiten zu werfen.

 

Führe ein Tagebuch, in das du alle deine Aufgaben einträgst – erledigte und unerledigte.

Stelle dir dann jeweils die Frage, ob die Erledigung dir selbst wichtig ist oder für jemand anderen. Wofür hast du viel Zeit gebraucht? War das wirklich notwendig, auf was hättest du verzichten können? Was hast du aufgeschoben, obwohl es wichtig oder notwendig war? Was waren deine Gründe dafür?

Das hilft dir dabei, zu erkennen, ob und was du an deinem Verhalten ändern möchtest.

Nehmen wir an, du bist auch ein Aufschieber und du sagst dir öfter mal: das mach ich morgen. Wenn dich das jetzt stört –

Was machst du dann dagegen? Am besten ein paar gute Vorsätze und Strategien

 

 ♥ Kleine Dinge, die nicht mehr als fünf Minuten dauern, kannst du sofort erledigen. Das Notieren und Zeitfenster überlegen braucht mehr Zeit als die Erledigung.

Das Erledigen dieser kleinen Aufgaben bestärkt dich in deinem Vorhaben, Dinge nicht mehr aufzuschieben. Du hast jetzt schon etwas erledigt!

Je öfter du das machst, desto mehr positive Gefühle bekommst du und desto eher packst du morgen auch wieder deine Aufgabenliste an.

 ♥ Wenn mir eine Aufgabe wirklich so widerstrebt, dass ich sie einfach nicht anpacken möchte, versuche ich, sie mit anderen Augen zu sehen. Was kann es Gutes an der Erledigung geben? Was könnte mir daran sogar Spaß machen? Oder wie müsste ich die Aufgabe verändern, damit sie mir ein bißchen Spaß macht?

Ich bin kein Fan von Hausarbeit. Ich habs gern sauber, aber ich reiße mich nicht darum, sauber zu machen. Mit ein bißchen (lauter) Musik, singen und tanzen ist das Ganze dann aber erträglich. Manchmal. Ein bißchen 😉

 ♥ Seit ein paar Monaten habe ich neues System für meine To Do Liste. Sie enthält alle To Dos für diese Woche und alles andere, das ich noch irgendwann erledigen muss, liegt auf „später“. Regelmäßig gehe ich diese später-Liste durch und setze einige wenige Punkte auf diese Woche. Dadurch bin ich aus der zeitlichen Überforderung raus. (und diese Excel-Liste ist wirklich nicht besonders hübsch ;-))

  ♥ Triff Entscheidungen darüber, was du erreichen möchtest und setze fest, bis wann. Setze Prioritäten, wenn du zu viele Pläne hast und halte dich daran.

Wenn du dich entschieden und die Prioritäten gesetzt hast, denk nicht mehr drüber nach. Hör auf zu zweifeln. Mach einfach!

 ♥ Setze deine Zeitplanung so, dass du immer noch Puffer hast für Unvorhergesehenes oder falls eine Aufgabe länger dauert als geplant. Wenn Hindernisse auftauchen (und es werden Hindernisse auftauchen!) hast du deinen Puffer, um trotzdem rechtzeitig fertig zu werden und den ollen Punkt von deiner Liste streichen zu können.

 ♥ Plane auch Zeit für Pausen ein. Niemand erwartet von dir, dass du alle deine mitgeschleppten Aufgaben sofort erledigt bekommst. Mach Pausen und geh danach gestärkt wieder an deine Arbeit.

 

Prokrastination

 

 ♥  ♥  ♥ Nimm dir aus diesen Tipps mit, was zu dir passt und was du umsetzen oder auch einfach mal ausprobieren magst. Und dann schreib mir, wenns wirkt oder wenn du noch weitere Tipps für uns hast! Zum Beispiel gleich hier in den Kommentaren, dann haben auch andere etwas davon. Ich danke dir :-)

Mach ich später – warum Aufschieberitis dir nicht weiterhilft
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21 thoughts on “Mach ich später – warum Aufschieberitis dir nicht weiterhilft

  • Liebe Martje,
    das ist ja mal eine umfangreiche Liste! Super!
    Für mich persönlich ist immer entscheidend, dass ich Dinge nicht einfach aufschiebe. Wenn ich eigentlich etwas erledigen möchte, aber merke, dass mir die Kraft und Lust fehlt dan überlege ich a) ob ich das Thema aufschieben kann (manchmal geht es ja nicht…) und b) wann ich das Thema dann in der nächsten Zeit angehe (habe ich z.B. morgen Abend die Zeit dafür?).
    Ich versuche da recht strikt mit mir selbst zu sein. Aber wenn ich einfach k.o. und müde bin, dann gönne ich mir das Aufschieben auch einfach mal 😉
    Liebe Grüße, Andrea

    1. Liebe Andrea,
      danke für deinen Kommentar! Du weißt ja auch eigentlich immer selbst am besten, was du aufschieben kannst (wegen total k.o. sein z.B.) oder was du wirklich heute oder jetzt erledigen musst. Manche Aufgaben erledigen sich sogar von selbst: wenn du normalerweise täglich deine Blumen gießt und das einen Tag aussetzt, brauchst du am nächsten Tag ja nicht doppelt so lang zum Gießen..
      Ich wünsche dir einen schönen Abend mit dem guten Gefühl, heute alles Wichtige erledigt zu haben :-)
      Liebe Grüße,
      Martje

    2. Es ist wichtig, auf sich zu achten. Manchmal ist man einfach nur müde. Es wär dann gut zu sagen, ich mach nur das allernötigste und ruh mich aus, statt mich durch die vorgenommene Aufgaben zu schleppen.

      Aber warum bist du müde und kaputt? Ich kenn das auch, müde von der Arbeit heim. Überall stapelt es sich. Wir denken: Müde = Schlafen! Doch es könnte sein, daß wir Anregung brauchen. Vllt. etwas frische Luft, ein paar Dehnübungen oder was für den Kopf, die Badewanne.

      Wir können nicht immer nur Geben und Geben, sondern müssen auch mal Nehmen.

      Vergleich dich auch nie mit der Power-Nachbarin, die alles locker und elegant woopt! Vergleiche lieber dich mit dir!

      Schönen Samstag

  • Liebe Martje, ja, diese Aufschieberitis ist mir auch schon das ein oder andere Mal unter gekommen. Manchmal hilft es mir da, mich zu belohnen: „OK, wenn du das jetzt machst, dann darfst du das.“ Und manchmal drück dann einfach der Schuh so sehr und die Deadline sitzt im Nacken … tja, dann gibt es keine Ausreden mehr. :)

    1. Liebe Kirsten,
      das kenne ich auch – Deals mit mir selbst. Das durchschaue ich zwar, aber manchmal hilft es. Ich find es super, dass du bei der Deadline dann dein Vorhaben trotz Unlust durchführst – Alternative wäre ja auch, es nicht zu tun mit den entsprechenden Konsequenzen…
      Danke :-)
      Liebe Grüße,
      Martje

  • Hallo,

    danke schön! Aber das stimmt: für alles zahlt man einen Preis!

    Ich hab nun seit längeren geschafft, eine Frauenärztin zu finden, und gleich einen Termin im September zu ergattern. Wird etwas stressig, da ich morgens in Augsburg bin und mittags in Stuttgart sein muß. Aber das klappt alles!

    Was auch wichtig ist: Nie vergessen, was wichtig ist: Ich! Ich räum die Küche nicht auf, weil Besuch kommt, die Nachbarn denken, sondern für mich!

    Aber es stimmt: Berge können erschlagen. Laßt den Mut nicht sinken, sondern fangt an. Scheut auch nicht, einen Profi wie Fensterputzer oder Reinigung zu beauftragen. Bedenkt, das Chaos entstand nicht sofort. Lobt euch mal, wenn ihr „nur“ Geschirr gespült habt, statt wie geplant die komplette Wohnung zu renovieren. Achtet gut auf euch, daß es euch wirklich gut geht.

    Wie ißt man einen Elefanten? Scheibchenweise!

    Schönen Samstag!

    1. Liebe Sylvia,
      Da hast du viele tolle Dinge geschrieben, vielen Dank!
      Am besten gefällt mir der Elefant

      Wichtig ist wirklich, dass du die Dinge für dich selbst tust!
      Ich wünsche dir alles Liebe!
      Martje

      1. Danke!

        Morgen kommt der Versicherungsmensch. Hier sieht es aus! Ich bin hundemüde. Ich mach grob das nötigste, paar Sachen ins Schlafzimmer räumen und der stinkender Blumenstrauß wegstellen, dann bin ich fertig. Ach so, die Versicherungsunterlagen …?

        Schönen Abend!

        1. Liebe Sylvia,
          ich hoffe, du konntest dich heute Nacht erholen und bist heute frisch und energisch in den Tat gestartet.
          Den Versicherungsmenschen interessiert deine Wohnung wahrscheinlich gar nicht so 😉 Hauptsache ihr könnt gut reden und klären, was zu klären ist.
          Ich wünsche dir einen schönen Tag!
          Alles Liebe, Martje

          1. Danke! Ich hab alles ins Schlafzimmer geräumt und die Kissen aufgeschüttelt. Geschirr gespült und den alten Blumenstrauß entsorgt. Nach einer Stunde sah man schon was. Heute morgen grob das Bad.

            Der Wohnzimmertisch ist frei. Ich hab neben paar Ordner eine Flasche Sprudel, etwas zum Knabbern und Butterbrezeln hingestellt. Hunger wie ein Wolf!

            Jetzt habe ich alle Fenster aufgerissen, um etwas frische Luft reinzulassen. In ca. 15 Min. kommt er.

  • Aufgaben, die können erschlagen. Wir verzetteln uns gerne und das entmutigt. Wir verschieben lieber statt anzufangen. Aber wo?

    Wer Freund von Listen ist, kann mit der 6-Punkte-Liste zurecht kommen.

    Alle Aufgaben werden aufgeschrieben und priorisiert. Auf eine zweite Liste die 6 wichtigsten für den nächsten Tag aufgeschrieben. Die mit der höchsten Priorität zuerst.

    Man fängt von oben an, die Aufgaben zu erledigen und hakt sie ab. Abends geht man die Liste durch und trägt die nicht erledigten Aufgaben auf die große Liste. usw.

    Es macht nichts, wenn man nicht alles geschafft hat. Das wichtigste ist erledigt!

    Vllt. tut es gut, zu sehen, was zu erledigen ist. Es ist aus dem Kopf. ggf. wird klar, wo wir noch Informationen oder Unterstützung brauchen. Meist hocken wir da, ach das hättest du auch noch fragen können! Hier, Mist jetzt ist keiner mehr da. Wo ist die verflixte Telefonnummer? Mist, da ist noch eine alte Rechnung. Habe ich die schon bezahlt? usw.

    Mir hilft ungemein, eine Struktur reinzubekommen. Ich kann auch besser einschätzen, meine verfügbare Zeit und Kraft. Alles anderes erschlägt mich. Wenn ich mich überfordert fühle, ich zieh mich innerlich zurück und schade mich dadurch selber.

  • Bah, Versicherungen! Jedes Mal das gleiche! Man kriegt was tolles angeboten, das sich später als weniger toll entpuppt. Es gibt immer neues oder Veränderungen, das man langsam nicht mehr blickt. Auch meine Lebensumstände ändern sich. Entsprechend habe ich ein Chaos! Gerade ist der nächste Versuch, alles zu ordnen. Da bin ich mal gespannt!

    Zum Thema: man sollte doch regelmäßig prüfen, paßt alles noch. kein Wunder, ich hab kein Geld! 😉

    1. Liebe Sylvia,
      vielleicht ist das Gute an der Situation, dass du ihn schnell wieder los bist und jetzt deinen Feierabend genießen kannst :-)
      Und die Wohnung ist auch sauber – top!
      Alles Liebe,
      Martje

      1. Naja, im Schlafzimmer kann ich nicht mehr laufen! ;-)))

        Ganz fertig sind wir noch nicht. Hoff mal, er macht alles richtig. Er macht es auch nicht, ohne Hintergedanken.

        Ich nutz mal, und räum den letzten Haufen im Schlafzimmer weg und mach hier mal gründlich sauber. Meine Güte, hatte es gestaubt, als ich die Sofakissen aufschüttelte! Vom Keller rede ich mal nicht, den Raum wo man (außer dem Schlafzimmer) alles verschwinden läßt.

        Gewöhnlich mach ich das 1 x im Jahr, doch letztes Jahr bin ich zu nichts gekommen. Dieses Jahr fing nicht gut an.

        Schönen Freitag und Wochenende

        1. Liebe Sylvia,
          ich danke dir! Und ich wünsche dir, dass es in diesem Jahr besser wird und du zur Ruhe kommst!
          Ein ganzes halbes Jahr haben wir noch in diesem Jahr, um etwas zu verändern und zum Guten zu wenden! :-)
          Mach dich glücklich!
          Martje

  • Hi Martje,

    das ist so ein allseits-vorhandenes Problem und macht wohl jedem das Leben schwerer als es sein müsste. Danke für die Tipps!
    Aktives Aufschieben ist manchmal auch hilfreich: Wenn ich so richtig keine Lust habe, etwas zu erledigen und weiß, dass ich mich den ganzen Tag mit schlechtem Gewissen drumherum-quäle und auch sonst unproduktiver bin (weil ich zuviel mit prokrastinieren und immer um eine halbe Stunde aufschieben bemüht bin) halte ich kurz inne und entscheide aktiv und bewusst, dass ich xy heute nicht machen werde. Das befreit ungemein! :) Aber ich lege fest, dass ich es definitiv am nächsten Tag mache und musste am Anfang auch lernen, mich an mein eigenes Versprechen zu halten und es dann auch wirklich am nächsten Tag machen. Und oft ist die Aufgabe am nächsten Tag auch gar nicht mehr so schlimm.
    Das soll keine ständig-Lösung sein, aber ab und an eben sehr erleichternd.

    Danke und Lg
    Steffi

    1. Hallo Steffi,
      das Phänomen kenne ich auch :-) Früher habe ich manchmal bei unangenehmen Anrufen vorm Telefon gesessen und mich einfach nicht aufraffen können, zu wählen. Dann habe ich gesehen, was es sonst noch alles zu tun gibt, es aber nicht getan, weil ich ja diese Anrufe erledigen wollte… um am Ende dann weder telefoniert noch etwas anderes sinnvolles getan zu haben.
      In so einer Situation hat mir das organisierte Aufschieben mit Versprechen (und Einhalten!) dann auch geholfen. Wenn diese eine Aufgabe dann verschoben ist, denke ich auch nicht mehr daran und lasse mir nicht den Tag mit „ich hätte aber besser…“ versauen. 😉
      Für diese Blockade durch Aufschieberei ist dein Tipp super! Danke dir :-)
      Alles Liebe, Martje

      1. Das ist eine gute Einstellung! Wenn ich mir sage, ich mach das oder ich mach da nicht, dann steh ich dazu! Egal ob ich etwas unangenehmes oder angenehmes mache oder nicht, Wenn ich mich entscheide, ich leg die Füße hoch, dann steh ich dazu und genieß es, ohne schlechtes Gewissen! ich trage die vollste Verantwortung.

        Ich denk dann oft, die Pause hat gut getan. Nun habe ich die nötige Kraft, die Aufgabe anzupacken. Unter dem Strich mag ich es vllt. nicht geschafft haben, aber ich bin doch weiter als mit der Variante „schlechtes Gewissen“.

        Vllt. der Tipp: Berge! Die können richtig erschlagen! Viele Aufgaben schreien, sie wären wichtig, sind es aber nicht. Ich habe schon gemerkt, viele Berge können geteilt werden, in „mundgerechte“ zu bewältigende Aufgaben. Es hilft schon, wenn ich wenig Zeit und Kraft habe, grob das nötigste zu machen, als noch Möbel rücken und dahinter auch noch sauber machen. Als Beispiel.

        Mich nervt gerade, daß ich ständig alles hin- und herräume. Da noch was suchen usw. Aber mit dem Räumen, verschwindet ein Teil. Der Haufen wird tatsächlich kleiner! Irgendwann kriege ich den Rappel und sortiere paar Zeitschriften in die Mülltonne. Immer wieder etwas und dranbleiben!

        Gucken, was hilft. Vllt. alles zur Reinigung schleppen, einen Fensterputzer oder Büroaufräumer suchen, Gespräch mit dem Berater der Bank vereinbaren, eine Lerngruppe gründen usw. Dann hat man einen sauberen Stand und kann neu beginnen.

        1. Sieht so aus, als hättest du deine Berge schon in kleinere Stücke zerteilt und bist auf einem guten Weg! Immer wieder etwas und dranbleiben, finde ich eine gute Devise! :-)

          Alles Liebe,
          Martje

  • Liebe Martje,

    ich bin auch oft ein Kandidat für die Aufschieberitis. Für mich ist das Wichtigste, dabei immer die Prioritäten im Auge zu haben. Gerade wenn man mehrere Projekte parallel voran bringen will, ist das entscheidend.

    Mein Lieblingspruch in diesem Zusammenhang: „Successful people do first things first and second things . . . not at all!“ Ich glaube, Peter Drucker hat das so gesagt.

    Ist aber leider meiner Erfahrung nach leichter gesagt als getan 😉

    Liebe Grüße
    Alex

    1. Lieber Alex,
      danke für deinen Kommentar! Ich glaube, ein bißchen Aufschieberitis steckt in jedem von uns. Wichtig ist, wie du sagst, die Prioritäten nicht aus den Augen zu verlieren!
      Second things… not at all – der gefällt mir! Oft genug gibt es Punkte auf meiner Liste, die mich belasten (weil sie aufgeschoben werden) und sich am Ende in Luft auflösen. Solche Punkte kann man am besten direkt löschen!
      Also noch ein guter Tipp: die To Do-List regelmäßig auf Löschbares durchsehen!
      Danke dir!
      Liebe Grüße
      Martje

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