Neulich bekam ich von einer Freundin ein Whatsapp Bildchen geschickt, ein Zitat von Rilke.

Du musst dein Ändern leben.

Kluger Mann, der Rilke, dachte ich, das muss ich gleich mal in einem Blogartikel näher beleuchten.

Google zeigte mir dann ganz schnell, dass gar nicht der Herr Rilke dieses Zitat verfasst hat, sondern anscheinend ein gewisser Diethmar Dath.

Rilke sagte nämlich ursprünglich, du musst dein Leben ändern.

Wie auch immer, dann eben der kluge Herr Dath.

Jakobsweg_groß

Leben heißt doch immer Veränderung. Wer will, dass sich nichts ändert, muss sich schon verändern, um sich der sich ständig ändernden Welt anzupassen. Puh.

Veränderung wird zwar manchmal als Synonym für eine Verschlechterung genutzt, ist aber oftmals auch eine Verbesserung.

Trotzdem haben Menschen oft Angst vor Veränderung. Angst davor, bekanntes Terrain zu verlassen und etwas Neues zu beginnen.

Ein neuer Job zum Beispiel. Werde ich gut mit den Kollegen klar kommen? Ist das Aufgabengebiet wirklich so spannend, wie ich es mir vorstelle?

Vermeintlich einfacher ist es dann doch, den alten Job, den man gut kennt, erstmal zu behalten.

Das ungute Gefühl, die Gereiztheit, schieben wir in unserer Wahrnehmung erstmal beiseite.

Eine unangenehme Gewohnheit aufzugeben und dafür eine neue dazugewinnen. Fast Food einschränken und Sport treiben. Klingt nach viel Aufwand und eigentlich ist das doch alles gar nicht so wichtig… oder?

Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, schlechte Haut, stumpfes Haar. All das kann auch andere Ursachen haben, können wir uns einreden. Und die Veränderung, die ja in diesem Fall auch etwas Arbeit bedeutet, klingt gar nicht so bequem wie in der bisherigen gewohnten Weise weiter zu leben.

Wovor haben wir Angst? Und warum haben wir eigentlich Angst?

 

Ist es der mögliche Erfolg in der veränderten Gewohnheit? Reaktionen auf unseren veränderten Lebenswandel? Durch andere? Durch uns selbst?

Wenn ich nun auf einmal schlank und schön bin, und alle Männer sich in mich verlieben – ist mir mein eigener Partner dann noch gut genug?

Oder ist es manchmal mehr die Bequemlichkeit und die Hoffnung, dass trotz geringen Aufwands sich der Wunsch ganz von allein erfüllt?

 

Leben_ändern_Einstein

 

Eigentlich wollen wir doch ein anderes Ergebnis, oder?

Vielleicht können wir an dieser Stelle einmal mutig sein und uns eine einzige Veränderung vornehmen. Eine Sache, die uns stört, eine Gewohnheit oder ein Umstand.

1. Als erstes sollten wir uns für etwas entscheiden. Ein Ziel daraus formulieren. Etwas, für das wir uns wirklich motiviert einsetzen wollen.

2. Als nächsten Schritt brainstormen wir, wie die Veränderung aussehen könnte. Strukturieren sie. Und teilen sie in kleine machbare Schritte ein.

3. Dann wird es Zeit, ins Handeln zu kommen. Der richtige Zeitpunkt kommt sowieso nie, auf den können wir laaaange warten.

Wenn der erste Schritt innerhalb der nächsten 72 Stunden ab Entscheidungsfindung gemacht wird, hat das ganze Vorhaben auch gute Chancen, erfolgreich zu werden.

4. dein Umfeld: gib den Menschen in deinem Umfeld Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Wenn du auf einmal ganz viel Sport treibst, wird das einige vielleicht im ersten Moment verwundern.

Und zweitens kann dein Umfeld eine große Hilfe für dich sein! Wenn du Zeit für dich brauchst, übernimmt dein Partner, deine Freundin in dieser Zeit vielleicht die Betreuung der Kinder :-)

5. Veränderungen brauchen Kraft. Tu dir etwas Gutes, lass dich verwöhnen, und plane auch Pausen ein. Eine Wellnessbehandlung, ein gutes Buch, ein Kaffeeplausch mit der besten Freundin. Zeit für dich.

6. Durchhalten. Hab Geduld. Große Veränderungen geschehen nicht über Nacht, aber wenn du dran bleibst, hast du gute Chancen, dass du erfolgreich bist!

Zurück zu Diethmar Dath. Ich muss (?) mein Ändern leben.

Muss ich? Muss ich mich denn verändern?

 

Du musst natürlich nicht. Es ist allerdings schon ratsam, die Dinge, die dich stören und in deinem Lebensglück beeinträchtigen, zu überprüfen und zu verändern.

Du kannst natürlich auch so weitermachen wie bisher und die Zeit lieber mit Jammern über die Ungerechtigkeiten dieser Welt verbringen.

Wenn du allerdings schon soweit gekommen bist, dann gehe ich davon aus, dass du etwas verändern möchtest.

Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. (Georg Christoph Lichtenberg)

Ob es besser wird, weiß ich natürlich auch nicht, es kommt ja auf deine ganz persönliche Veränderung an. Wenn ich dich auf deinem Weg begleiten kann, gib mir bescheid – in den Kommentaren oder per Mail.

Manche Dinge lassen sich natürlich auch gar nicht verändern. Das Wetter zum Beispiel. Ändern kannst du allerdings deine Einstellung dazu.

Du kannst im Regen tanzen!

 

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Dieser Artikel ist Teil der Blogparade von Marita Grabowski auf ihrem Blog lebensreich.net

Vielen Dank für die Inspiration und viel Erfolg allen Lesern bei ihren eigenen Veränderungen! :-)

 

Das Beitragsbild ist von Alex Müller. Vielen Dank dafür!

 

Mein Leben ändern? Warum? Ist doch alles gut?!
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