smart_ladiesWie du Lampenfieber und Prüfungsangst zu deinem Verbündeten machst

 

 

 

Du sitzt im Warteraum, gleich wirst du aufgerufen. Diese Prüfung ist sehr sehr wichtig für dich.

Bist du gut genug vorbereitet? Weißt du alles? Kannst du die Prüfer überzeugen?

Ein Knoten bildet sich in deiner Brust. Du hast das Gefühl, du musst noch einmal kurz verschwinden, aber die Zeit reicht nicht. Dir wird flau im Magen. Dein ganzer Körper fühlt sich heiß und kalt an, beides zusammen.

 

Die Kollegen sind schon alle versammelt, warten nur noch auf dich und euren Chef. Du sollst heute deine Präsentation halten, davon hängt viel ab.

Deine Atmung wird flach, deine Hände werden schwitzig. Du fühlst dich irgendwie krank und du fragst dich: warum ich?

 

Du gehst auf die Bühne, blickst ins Publikum. Freundliche Gesichter. Interessierte Gesichter.

Du spürst, wie dein Puls rast und sich ein Knoten in deiner Kehle zusammen zieht. Schweißtröpfchen bilden sich auf deiner Stirn.

Wie sollst du überhaupt fähig sein, deine Rede zu halten?

Lampenfieber.

Bilder ziehen vor deinem inneren Auge vorbei. Du stehst vor deinen Zuhörern und sagst: gar nichts.

Dein Mund ist ausgetrocknet, deine Stimme versagt. Du läufst rot an und stotterst dann ein wenig vor dich hin.
Lachen sie dich aus? Buhen sie dich von der Bühne?

Wie zum Geier überstehen andere diese Situation, ohne völlig in sich zusammen zu sinken und trotzdem in der Lage zu sein, einen guten Vortrag abzuliefern?

Lampenfieber

Wenn du souverän einen Vortrag oder eine Prüfung absolvieren möchtest, musst du dein Gefühl zu deinem Verbündeten machen.

Wenn du das Lampenfieber zu deinem Freund machst und aufhörst, es zu bekämpfen, wird es dich sogar unterstützen!

Das Lampenfieber ist ein Teil von dir – und es macht keinen Sinn, dich selbst zu bekämpfen oder einen Teil von dir abzulehnen!

Wie du Lampenfieber zu deinem Verbündeten machst, erfährst du in drei Schritten

 

Lass es kommen!

Werde vom Opfer zum Beobachter und betrachte dich einmal selbst. Welche Symptome spürst du? Wo sitzt das Lampenfieber in dir? Gibt es auch positive Aspekte daran?

Erkenne deine inneren Monster und erlebe die Auswirkungen auf deinen Körper und auf dein Denken.

Wen haben wir denn da?

Vielleicht erkennst du hier den Zweifler, der dich besorgt fragt, ob du auch wirklich gut genug vorbereitet bist.

Kann ich das überhaupt? Kann ich diese Prüfung wirklich bestehen? Möglicherweise sollte ich einen anderen Weg einschlagen…

Der Zweifler arbeitet gern zusammen mit dem Kritiker:

Das alles kann ja gar nicht funktionieren, ich sollte lieber gar nicht in dieser Situation sein! Ich hätte mich besser vorbereiten sollen und ich hätte mich gar nicht für diese Präsentation melden sollen.

In Zusammenarbeit mit dem Angsthasen ist dein Trio perfekt!

Was, wenn mich alle auslachen? Was, wenn ich von der Bühne gejagt werde? Wenn ich die Prüfung nicht bestehe? Wenn mich hinterher niemand mehr ernst nimmt?

Lampenfieber_Monster

 

Diese drei Monster können dir schon einen gehörigen Schrecken einjagen. Sie wirken manchmal ziemlich überzeugend!

Doch wenn du sie erstmal erkannst hast, hast du die Möglichkeit, zu handeln.

Nimm das Lampenfieber an und lass dein Gefühl sein

 

Hast du das Gefühl, nicht gut genug vorbereitet zu sein? Dagegen hilft, sich rechtzeitig vorzubereiten und dann auch abzuschließen.

Die letzten Minuten vor der Prüfung helfen dir stofflich nicht unbedingt weiter. Es macht keinen Sinn, deine Notizen noch einmal (und noch einmal und noch einmal) durchzugehen.

Nutze sie lieber, um tief durchzuatmen und deinen Körper zu entspannen.

Werde vom Beobachter zum Gestalter!

Dein Puls rast? Deine Stimme quietscht? Das kannst du ändern!

Durch tiefe Bauchatmung, entspannt sich dein ganzer Körper. Dein Puls kommt wieder runter und dein Kehlkopf entspannt sich – deine Stimme klingt wieder normal.

Verwandle deine Angst in Vorfreude!

Du hast dich für diesen Vortrag / diese Prüfung angemeldet aus einem bestimmten Grund. Oder?

Vielleicht bist du hinterher deinem Lebenstraum ein ganzes Stück näher gekommen und kannst den Beruf ausüben, von dem du träumst.

Vielleicht bekommst du durch die gelungene Präsentation endlich die Beförderung, auf die du schon lange hinarbeitest.

Nutze dies zu deinem Vorteil! Freu dich auf das, was hinterher ist! Freu dich auf das tolle Gefühl, wenn du es geschafft hast! Male es dir aus, fühle dich hinein.

Ist das nicht toll?

Und dann lass es gehen.

Lampenfieber ist eine ganz normale Sache. Wenn wir Dinge noch nicht allzu oft getan haben und sie außerhalb unserer Komfortzone liegen, haben wir fast alle mit diesem Gefühl zu tun.

Deine inneren Stimmen, die dir vorher noch zu schaffen machen, können dich unterstützen.

Verwandle sie in deine Helfer.

Die Stimme des Vertrauens

Diese Sache ist mir wichtig, darum ist Lampenfieber okay.

Den inneren Mentor

Ich muss nicht perfekt sein, ich will nur, dass du meine Botschaft verstehst.

Die innere Neugier

So etwas habe ich noch nie gemacht. Wie wird es sich anfühlen? Was kann ich dabei erleben?

Sei dir deiner selbst bewusst!

 

Lerne dich und deinen Körper kennen und spüre, wo sich welches Gefühl befindet. Erkenne deine Stärken und höre auf deine positiven inneren Stimmen. So machst du sie zu deinen Verbündeten und die nächste Herausforderung kannst du viel leichter nehmen!

Was kannst du sonst noch tun?

Wenn dich wirklich starke Handlungsmuster und gedankliche Programmierungen beeinträchtigen, kannst du diese natürlich im Vorfeld bearbeiten. Dabei kann ich dir auch sehr gerne helfen!

Mit Hilfe von Atemtechniken und Entspannungsübungen kannst du vorher schon Techniken lernen, die dich gar nicht erst in deine Aufregung kommen lassen.

Durch Ankerpunkte mit speziellen Eigenschaften (Souveränität, Eloquenz, Konzentration zB) kannst du im entscheidenden Moment die gewünschten Gefühle auslösen und dich sofort besser und ruhiger fühlen.
Wenn du wissen möchtest, wie das geht, kann ich dich gern unterstützen.

Hast du noch weitere Punkte, die bei Lampenfieber helfen? Schreib mir in den Kommentaren!

Dieser Artikel ist in Anlehnung an ein Seminar mit Inhalten von Irmtraud Tarr entstanden.

Wie du Lampenfieber und Prüfungsangst zu deinem Verbündeten machst
Tagged on:     

2 thoughts on “Wie du Lampenfieber und Prüfungsangst zu deinem Verbündeten machst

  • Hi Martje,

    am schönsten finde ich die Idee das Gefühl umzuwandeln – in diesem Fall von Angst in Neugier. Das hat mir persönlich schon einmal geholfen, allerdings war das damals weniger beabsichtigt. Viele Gefühle liegen ziemlich nah beieinander, was uns meistens gar nicht bewusst ist. Auf jeden Fall hilft es da sich selbst besser kennen zu lernen. Danke für die hilfreichen Tipps!

    Alles Liebe
    Tina

    1. Liebe Christina,
      danke für deine Ergänzung: sich selbst zu kennen ist tatsächlich sehr sehr wichtig! AUch für andere Dinge :-)
      Alles Liebe,
      Martje

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *