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Wie deine Komfortzone dich daran hindert, dein Leben zu leben

 

Wir alle haben unsere eigene Komfortzone. Das hat meist wenig mit deinem komfortablen Sofa zu tun, sondern mehr mit den Dingen, die du eigentlich tun möchtest, aber dann irgendwie doch immer nicht tust.

Deine Komfortzone ist der Bereich, in dem du dich wohlfühlst. Du weißt, was dich erwartet und du kannst nicht scheitern. Du hast deine Routinen und vorhersehbaren Ergebnisse. Praktisch und komfortabel.

Einengend? Vorhersehbar? Langweilig?

Logisch. Die Komfortzone hat nicht den Sinn, dein Leben aufregend zu gestalten, denn das passiert ganz woanders.

Steffi von Lebe ohne Grenzen hat zu einer Blogparade aufgerufen, in der es um die Komfortzone und unsere Erfahrungen mit ihr geht. Wie kannst du deine Komfortzone verlassen, Herausforderungen meistern, ohne dir vorher vor Angst in die Hose zu machen?

Die Komfortzone ist Teil eines Modells – des Komfortzonen-Modells (wer hätte das gedacht!) Es nennt sich auch Lernzonenmodell.

Nach diesem Modell gibt es drei verschienene Zonen:

♦ die oben erwähnte Komfortzone

♦ die Wachstumszone (oder auch Lernzone)

♦ und die Panikzone (da willst du nicht hin!)

 

Komfortzone_modell

 

Wenn wir davon sprechen, die Komfortzone zu verlassen, dann geht es darum, in die Lernzone einzudringen, neue Dinge auszuprobieren und damit auch neue Herausforderungen anzugehen. Diese Zone ist total cool!

Hier rockt das Leben!

In der Wachstumszone hast du die Möglichkeit, alles zu tun, wovon dich dein innerer Schweinehund bisher abgehalten hat. (Dem gefällt es nämlich saugut in deiner Komfortzone)

Gehst du jedoch zu weit, mit riesen Schritten und gerätst in die Panikzone, ist alles vorbei. Hier ist kein vernünftiges Handeln mehr möglich, hier verstecken sich deine größten Ängste und je nach Thema kannst du sogar mit körperlichen Reaktionen rechnen.

Wo willst du also hin?

Richtig.

Raus aus der Komfortzone und rein in die Wachstumszone

 

Warum willst du dahin?

Da gibt es dieses berühmte Zitat. Wenn du immer tust, was du schon immer getan hast, wirst du auch immer nur das erreichen, was du schon immer erreicht hast… und du willst doch mehr. Oder?

Aber die Komfortzone will dich halten. Sie will nicht, dass du sie verlässt und tolle Dinge erlebst. Dass du dich etwas traust und später stolz auf dich bist. Dass du Gefallen an der Wachstumszone findest und dich immer nur dort aufhalten willst.

Deine Komfortzone kennt dich und sie weiß genau, wie sie dich locken kann. Sie ist dieses kleine Stimmchen, das dir gern einredet, dass du sowieso nicht schaffst, was du dir vornimmst.

Sie ist deine Bequemlichkeit, die dich mit Kuscheldecke aufs Sofa lockt, wenn du eigentlich Sport machen wolltest.

Sie tippt sogar die SMS für dich, wenn du den Karaoke Abend absagst, einfach weil du Angst hast, dich zu blamieren.

Ziemlich clever, oder?

Aber du bist cleverer!

Im ersten Schritt ist es so, dass du die Komfortzone verlassen willst, um in der Wachstumszone neue Herausforderungen anzunehmen, coole Erfahrungen zu machen und dich zu entwickeln.

Mit der Wachstumszone ist das aber so eine Sache: wenn du etwas mehrfach gemacht hast und es gar nicht mehr aufregend ist, wächst du nicht mehr.

Wenn du dich getraut hast, vor 50 Menschen eine Rede zu halten, ist es die ersten Male sowas von aufregend! Danach ist es zwar noch aufregend, aber okay.

Wenn du bei einem Karaoke Abend mal so richtig schief gesungen hast, merkst du, dass auch das nicht so schlimm ist.

Was ist passiert?

Du bist wieder in deiner Komfortzone, sie hat sich ausgedehnt und umfasst jetzt auch die Dinge, die du in deiner Wachstumszone gemeistert hast.

Cool, oder?

Du kannst also wieder einen Schritt weitergehen, etwas Neues ausprobieren, und deine Komfortzone wird wachsen. Du wirst wachsen!

Und genau dann wirst du leben. Denn im Leben geht es um schöne Momente, glücklich sein und Weiterentwicklung. Es geht darum, zu leben. Wirklich zu leben! Und dafür musst du deine Komfortzone ausdehnen, bis sie alles umfasst, was du schon immer tun wolltest. Und noch weiter!

Du willst dein Leben verbessern? Fantastisch!

Dann lass uns gemeinsam unsere Komfortzonen erweitern!

 

Ich schlage dir nicht vor, einen Vortrag vor 50 Leuten zu halten :-) Ich schlage dir vor, klein anzufangen und kleine Schritte zu machen. Einen nach dem anderen.

Ich kenne genau wie du dieses Gefühl, das sich in meiner Magengegend ausbreitet, wenn ich so etwas vorhabe. Etwas, das ein Stück außerhalb meiner Komfortzone liegt und das sich in der Theorie super anhört – in der Praxis aber auch „morgen“ oder „später“ erledigt werden könnte… 😉


Kennst du das? Lass uns das Gefühl mal für einen Augenblick ignorieren und die Übungen trotzdem einfach machen. Was kann schon passieren?

 Eine Übung, die für viele Menschen schon recht schwer ist, ist fremde Menschen anzusprechen.

Du kannst das üben, indem du wildfremde Menschen auf der Straße nach der Uhrzeit oder nach dem Weg fragst. Immer wieder. Bis „fremde Menschen ansprechen“ mitten in deiner Komfortzone ist.


Wenn du dann noch einen Schritt weitergehen magst, dann frag jemanden, der dir richtig gut gefällt, nach einem Date!

♥ Mache zehn Menschen, die du kennst, ein Kompliment – aus heiterem Himmel, wenn es gar nicht passt.

Die Steigerung ist: sprich zehn Unbekannte auf der Straße an und mache diesen ein Kompliment. Du wirst sehen, so schlimm ist das gar nicht!

Bestelle in einer Kneipe oder einem Restaurant (das keine Cocktails auf der Karte hat) einen außergewöhnlichen Cocktail. Wenn dir geantwortet wird, dass es hier leider keine Cocktails gibt, frag nach dem Preis :-)

Alternativ kannst du in einem Geschäft nach etwas fragen, das sie garantiert nicht verkaufen. Eine Winterjacke im Lebensmittelladen, Kaninchenfutter im H&M, egal was.

 Sag einfach nein. Egal, was an dich herangetragen wird, sag einen ganzen Tag lang nein zu jeder Bitte. Wenn deine Gesprächspartner dich fragen, warum du xy nicht erledigen möchtest, lächle sie einfach an. Und freu dich über die Reaktion!

 

Komfortzone-smart-ladies

 

Wenn ich einen Schritt aus meiner Komfortzone getreten bin, fühle ich mich wunderbar! Ich glaube, ich könnte glatt ein Wachstumszonen-Junkie werden :-)

Was für Tipps kennst du noch, um deine Komfortzone auszudehnen? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

Wie deine Komfortzone dich daran hindert, dein Leben zu leben
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8 thoughts on “Wie deine Komfortzone dich daran hindert, dein Leben zu leben

  • Liebe Martje,
    vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel und interessant, wie du die Komfortzone untergliederst. Ich finde es manchmal erschreckend und traurig zugleich, wenn mir Kunden erzählen, welche Ziele sie eigentlich haben, und was sie gerne umsetzen würden. Aber sie haben Angst sich aus ihrer Komfortzone zu bewegen. Leider sind es meistens Frauen, die in dieser Problematik stecken.
    Ich kann an dieser Stelle nur sagen: Einfach mal mit einem kleinen Schritt anfangen und sich selbst damit Mut machen.
    Herzliche Grüße
    Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      ich danke dir! :-) Die Angst vor dem Verlassen der Komfortzone ist manchmal so groß, weil wir den Eindruck haben, wir müssten Riiiiiesenschritte gehen. Dabei tun es auch ganz kleine, so dass es nur mehr ein leichtes Unwohlsein hervorruft. So kommt man auch zum Ziel, genau wie du sagst.
      Herzliche Grüße
      Martje

  • Hallo Martje,

    ein schöner Artikel und gleichzeitig motivierend endlich auszubrechen und das zu tun was einen glücklich macht, auch wenn man dazu seine Komfortzone erst einmal verlassen muss. Vielleicht spricht er mich auch so an, weil ich mich gerade in solch einer Situation befinde.

    Viele Grüße
    Jenni

    1. Liebe Jennifer,
      danke für deinen Kommentar! Versuch es wirklich mit ganz kleinen Schritten und immer dann, wenn du gute Laune hast und das Gefühl, dich kann nichts stoppen! Und schwups, hat sie sich ausgedehnt, deine Komfortzone :-)
      Alles Liebe,
      Martje

  • Ich kämpfe jeden Tag gegen kleine, kleine Komfortzonen. Grade Kommentare für den Kommentiertag zu tippen, obwohl ich mich mit vielen anderen Dinge ablenken könnte, gehört dazu :-)

    Aber man muss gut in sich hineinhören, um zu wissen, was man grade WIRKLICH will xD

    1. Liebe Evy,
      dann freu ich mich umso mehr, dass du deine Komfortzone heute ein bißchen stretchen konntest!
      Danke für deinen Kommentar!
      Alles Liebe,
      Martje

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