danke_und-was-sagt-man

Danke!

 

Jedes Kind kennt diese Situation: du bekommst etwas geschenkt (das du vielleicht gar nicht haben willst) und dann macht Mama ihr bestimmtes Gesicht oder sagt sogar den berühmten Satz:

Und was sagt man dann? Danke!“

Etwas peinlich berührt bedankst du dich, denn das macht man ja so. Der Schenker lächelt zufrieden, Mama ist zufrieden, und du fühlst dich unwohl und denkst: naja, war ja nicht so schlimm, aber…

Warum soll ich mich für etwas bedanken, das ich gar nicht haben will?

Weil man das so macht. „Man“ sagt danke, wenn man etwas bekommt. Das gehört sich so, du bist ja gut erzogen. Danke und Bitte gehören zum guten Ton. Wer sich nicht bedankt, ist undankbar und kein guter Mensch.

Du willst doch ein guter Mensch sein? Um des lieben Friedens Willen? Denn was würde passieren, wenn du dein Danke verweigerst?

Der Schenker ist beleidigt, Mama ist beleidigt, und du fühlst dich wieder nicht wohl.

Doch, Moment!

Wikipedia sagt:

Dankbarkeit ist ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird.

Ein positives Gefühl für dich? Wenn dein Danke quasi erzwungen und nur ein Produkt deiner guten Erziehung ist?

Ein positives Gefühl für den Schenkenden, der eventuell merkt, dass dein Danke gar nicht von Herzen kommt?

 

danke

 

Doch darauf will ich gar nicht hinaus.

Denn ein richtiges Danke ist sehr wohl ein positives Gefühl. Das Gefühl der Dankbarkeit fühlt sich toll an, es ist warm und herzlich, es umschließt dich und füllt dich aus. Im besten Fall.

Ich hatte keine gute Woche.

Ich hatte einen Autounfall, der mein Auto gekillt hat (permanent) und meinen Hals schleudertraumatisiert (vorübergehend). Und ich fühle mich dankbar.

Es gab keinen wirklichen Personenschaden.

Alle Unfallbeteiligten waren aufrichtig und verantwortungsvoll.

Ein Freund kümmert sich um ein neues Auto.

Ich bekomme Tipps und Hilfsangebote von allen Seiten.

Meine Tochter war nicht mit im Auto.

Kuriose Gespräche mit Versicherungen taugen als Lacher für den Smalltalk der nächsten Woche 😉

Ich fühle mich dankbar.

Ein scheinbar negativer Zwischenfall entpuppt sich als Chance, sehr viel Schönes zu erleben.

Wie ist es dann erst mit positiven Erlebnissen? Wofür kannst du dankbar sein?

 

Die Antwort?

Für alles!

Du kannst dankbar sein für deine Gesundheit, dein schönes Lächeln, deinen Humor, deine Freunde.

Du kannst dankbar sein für das Wetter, deinen Job, deinen Parkplatz vor der Tür, die kurze Schlange im Supermarkt.

Einfach für alles!

Die einzige Voraussetzung ist, nicht alles für selbstverständlich zu halten und dem Leben wertschätzend gegenüber zu treten.

 

Dankbarkeit_reich_Tenzer

 

Wir alle besitzen so viele materielle und immaterielle Dinge, für die wir, wenn wir nur die Augen dafür öffnen, dankbar sein können.

Wenn wir diese Dinge wahrnehmen und zulassen, erfüllt uns ein Gefühl der Dankbarkeit und der Freude, es macht uns glücklich.

Wer hingegen immer nur mehr haben möchte und die kleinen Dinge nicht sieht oder nicht wahr haben möchte, wird unzufrieden.

Wie sagt man Danke und wie lebt man Dankbarkeit?

 

Manchen von uns fällt es schwer, aufrichtig danke zu sagen und Dankbarkeit zu zeigen.

Vielen von uns fällt es außerdem nicht leicht, Dankbarkeit anzunehmen.

Ein Kompliment wird abgetan mit „das war doch nichts besonderes…“ und die Hilfe, die wir gegeben haben, als selbstverständlich angesehen (von uns selbst).

Fang an damit, die Augen zu öffnen und die Welt um dich herum wahrzunehmen. Dankbarkeit ist wie ein Muskel, der trainiert werden kann.

Dein Trainingsplan

 

Du hast sieben Tage. Du bekommst von mir sieben Impulse, um Dankbarkeit zu leben. Du nimmst dir jeden Tag einen Punkt vor und setzt ihn um. Du entscheidest, ob und wann und wie und warum. Wie immer :-)

1. Starte bei dir selbst: was gibt es Tolles in deinem Leben, wofür du dankbar sein kannst?

Schreib alles auf, was dir einfällt. Lass es sprudeln und lass dich überraschen, wie lang deine Liste wird!

Wenn dir erstmal nichts einfällt, geh deinen Tag durch. Was hast du heute gemacht? Worüber hast du dich gefreut? Was war ärgerlich, aber dennoch hilfreich?

Du wirst sehen, je mehr du dich in Dankbarkeit übst und das Schöne suchst, desto mehr wird dir einfallen.

2. Richte deinen Blick auf deine Mitmenschen.

Wer hat etwas Tolles getan? Wer hat wunderbare Fähigkeiten? Wen bewunderst du für irgendetwas?

Sag es ihnen. Mach jemandem ein ernstgemeintes Kompliment und freu dich daran, dass er sich freut.

3. Verschenke etwas von dir

Bestimmt hast du etwas, über das sich jemand anders sehr freuen würde. Oder du stellst etwas her – selbstgebackenen Kuchen oder ein Bild.

Mach jemandem in deinem Umfeld eine Freude, einfach so. Du siehst an seinen Augen, ob die Freude von Herzen kommt.

4. Tu jemandem einen Gefallen

Lass die junge Frau an der Kasse im Supermarkt vor oder mache eine Lücke für das Auto, das die Spur wechseln möchte.

Mähe den Rasen deines Nachbarn gleich mit oder bring ihm die Post mit hoch.

Tu etwas, über das sich jemand freut. Einfach so.

5. Gönn dir etwas Schönes

und fühle, wie dankbar du bist. Schenke dir Zeit für das spannende Buch oder buche dir eine Massage. Geh im Wald spazieren und lass die Umgebung auf dich wirken.

Such dir etwas aus, das du so gerne machst, das aber meistens untergeht zwischen all deinen Terminen. Und genieße es!

6. Hör auf zu jammern und dich zu beklagen

Einen Tag lang. Jammern führt dazu, dass andere mitjammern. Ihr zieht euch gegenseitig runter und seht das Schöne nicht mehr.

Wenn wirklich etwas Schlimmes passiert, versuche das Positive daraus zu ziehen. Und nicht jammern!

7. Tu etwas, das du noch nie getan hast!

Du hast so viele Möglichkeiten im Leben und bestimmt gibt es viele Dinge, die du noch nicht ausprobiert hast. Such dir eins aus und los!

Überleg dir, ob wirklich jeder die Möglichkeiten dazu hat und sag dem Leben Danke, dass du diese neue Erfahrung machen konntest. Wie fühlst du dich jetzt?

Danke

 

Danke, dass du diesen Artikel bis zum Ende gelesen hast. Das bedeutet mir viel!

Ich würde mich freuen, echt und von Herzen, wenn du mir schreibst, wofür du dankbar bist und wie du dich nach einer Woche Dankbarkeit fühlst.

Gibt es Veränderungen? Was hat dir besonders oder gar nicht gefallen?

Zum Dank möchte ich dich einladen, dir meinen 6-Tages-Videokurs ins Glück zu schenken. Melde dich einfach hier an.

Sei dankbar. Mach dich glücklich!

 

Und was sagt man dann? – Danke!
Tagged on:         

2 thoughts on “Und was sagt man dann? – Danke!

  • Hi Martje,

    es ist erstaunlich, wie einfach es sein kann, wirklich dankbar zu sein und dieses Gefühl in sein Leben zu ziehen. Danke für diesen schönen Artikel. Auf dass wir alle etwas glücklicher werden und mehr die positiven Seiten im Leben sehen.

    LG Daniela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *