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Fällt der Groschen? 

 

Du lässt deine Gedanken treiben, denkst an nichts bestimmtes. Vielleicht hast du ein oder zwei Baustellen und ungeklärte Fragen in deinem Leben, aber die sind in diesem Moment nicht präsent.

Und dann haut es dich plötzlich um. Es fällt dir wie Schuppen von den Augen. Der Groschen und so weiter. Du weißt, was ich meine.

Obwohl du nicht daran gedacht hast, liegt dein Weg klar vor dir. Du weißt, wie du das unangenehme Gespräch führen wirst. Oder wie du deinen Traumjob bekommst. Oder deinen Traummann.

Ganz klar liegt es vor dir und du fragst dich, warum du nicht früher darauf gekommen bist.

So einfach und so genial. Die Lösung.

 

Key and label. Life concept

Wie geil ist das denn? Will ich haben. Mehr davon!

 

Super wären natürlich planbare Aha-Effekte. Was wäre nicht alles möglich, bahnbrechende Erfindungen, Klarheit, eine Revolution! :-)

Nur: Aha-Erlebnisse passieren nicht einfach so. Sie entwickeln sich, und zwar in vier Phasen: in Phase eins steht ein Problem, das in einer Sackgasse endet. Keine Lösung parat, wir wissen nicht weiter.

In Phase zwei benötigen wir einen zufälligen Impuls (ob von außen oder innen ist dabei ziemlich egal), damit wir in Phase drei unbewusst einen neuen Zusammenhang entdecken können, um dann in Phase vier unseren Aha-Effekt erleben zu können. DIE Erkenntnis. Die neue Wahrheit. Das Licht.

Natürlich kann ein Ziel oder eine Lösung auch Schritt für Schritt und mit altem Wissen erreicht werden, im Unterschied zum Aha-Effekt fühlt man dann aber meist eher nur eine gewisse Freude oder Genugtuung über die Lösung und nicht diesen euphorischen Energieschub, der alles freisetzt, wenn der Groschen erstmal gefallen ist.

Bereits gefallene Groschen

 

Josephine Cochraine war eine gutsituierte Ehefrau im 19. Jahrhundert, die gerne Parties schmiss und es einfach nicht so toll fand, dass ihr Personal beim Abwasch öfter mal das gute Geschirr zerdepperte. Sie fing an, selbst zu spülen – was ihr auch nicht unbedingt besser gefiel.

Darüber grübelnd, hatte sie ein Aha-Erlebnis. In einem Geistesblitz kam ihr die Idee für den ersten mechanischen Geschirrspüler der Welt. Als Frau bekam sie damals natürlich viel Gegenwind. Sie kämpfte unermüdlich für ihre Erfindung und erhielt schließlich bei der Weltausstellung 1893 den Preis für die beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung.

Bette Nesmith Graham war während des zweiten Weltkriegs als Sekretärin tätig und hatte Probleme mit Tippfehlern auf ihrer Schreibmaschine. Fehler konnten nicht ausradiert werden, ohne das Papier zu beschädigen.

Bette war Hobby-Malerin und kam spontan auf die Idee, die Fehler einfach überzumalen. Die Idee des Tipp-Ex war geboren.

Sir Isaac Newton soll sein Aha-Erlebnis erfahren haben, als er grübelnd unter einem Apfelbaum saß und ihm dabei ein Apfel auf den Kopf fiel. Dabei soll ihm die Idee zur mathematischen Formel über die Gravitation gekommen sein.

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Mein Aha-Erlebnis

 

Nun muss ja so ein Aha-Erlebnis nicht immer eine großartige Erfindung hervorbringen, es reicht ja auch, wenn du für dich einen Zusammenhang erfährst, der dich in deinem Leben weiter bringt. Der dich klarer sehen lässt. Der dir ermöglicht, etwas zu ändern.

Für mich war das zum Beispiel die Erkenntnis, dass frei zu arbeiten für mich das beste ist.

Über zehn Jahre war ich in einem Bürojob und fand es nicht schlimm. Die Firmen waren größtenteils in Ordnung, die Aufgaben relativ vielfältig. Aber es war definitiv nach dem Schema „arbeiten, um zu leben.“

Als ich vor einigen Jahren nach einer beruflichen Pause wieder einen Job suchte, kam für mich nur genau so eine Festanstellung in Frage.

Der Gedanke an eine Selbstständigkeit war so abwegig, das kam mir gar nicht in den Sinn. Über Irrwege bin ich dann doch genau da gelandet und die ersten Monate war es schlimm. Ich habe das immer als Übergangslösung gesehen und war ständig auf der Suche nach einem festen Job.

Feste Arbeitszeiten, feste Aufgaben, festes Gehalt.

Planbar, sicher, langweilig.

Eines Tages saß ich in meinem Garten und mir fiel ein Apfel auf den Kopf. Edit: ich hatte ein Aha-Erlebnis. Ich habe in dem Moment gar nicht an meine Jobsituation gedacht, aber ich hatte vorher Anzeigen durchforstet und fand mal wieder nichts, was mich interessiert oder angesprochen hätte.

Als ich dann im Garten saß und an nichts besonderes dachte, kam mir plötzlich die Idee.

Ein Zusammenschluss in meinem Gehirn, Neuronenregen, bäm. Da war das Aha-Erlebnis.

Wieso überhaupt eine Festanstellung in einem Job, den ich gar nicht machen möchte? Wieso nur ein einziges Aufgabengebiet, wo mich doch so viel interessiert? Wieso den Weg gehen, den man eben so geht? Wieso nicht einfach machen, was mir gefällt?

Die Vorteile einer Selbstständigkeit liegen auf der Hand, die Nachteile auch. Aber wenn die Vorteile überwiegen, wenn das Herz brennt, dann geht es gar nicht anders, dann muss dies der Weg sein.

Wie genau? Keine Ahnung.

Kommando auf Start. Alles wieder neu. Umstrukturierung, neue Ausrichtung, Weiterbildungen und Lernen. Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten.

Wusste ich, dass es funktioniert?

Nein.

Hab ich es trotzdem gemacht?

Ja. Ich konnte nicht anders.

Vielleicht hast du jetzt auch eine Situation im Kopf, muss ja nicht im Job sein. Eine Sackgasse, die dir gar nicht gefällt und für die du momentan keinen Ausweg siehst.

Vielleicht hast du schon nach Lösungen gesucht, auf bewährten Wegen, und keine gefunden.

Doch ganz sicher gibt es einen Weg. Irgendwie. Probier mal herum, mach etwas anders als sonst, lass die Gedanken fliegen und wer weiß? Vielleicht bekommst du sogar ein Aha-Erlebnis!

Wirst du dann glücklich?

 

Das weiß ich auch nicht! :-) Aber wenn du irgendwie unzufrieden bist und nicht genau weißt, wie du da wieder raus kommen kannst, habe ich hier etwas für dich!

Trag dich mit deiner eMail Adresse ein und erhalte von mir kostenlos meinen 6-tägigen Videokurs ins Glück.

Vielleicht bekommst du dadurch ein Aha-Erlebnis – vielleicht bringt es dich dazu, bewusst nach einer Lösung zu suchen. In jedem Fall bekommst du von mir einen Aktionsplan, wie du in Zukunft deine Probleme angehen kannst. Meld dich gleich an!

Fazit: Auch wenn du kein Aha-Erlebnis hast und der Weg vor dir unklar ist: fang an! Wenn etwas nicht funktioniert, mache etwas anderes. Ausprobieren und Fehler machen ist gut! Danach weißt du, was du nicht möchtest oder wie es nicht funktioniert.

Und: auch wenn dir kein Apfel auf den Kopf fällt, kannst du immer neue Wege gehen. Egal wie alt du bist!

Lust auf mehr Inspiration? Auf wp-coach-caddy.de findest du bald einen Haufen Artikel zum Thema Aha-Effekte im Rahmen einer Blogparade. Inspiration pur!

 

Was war dein Aha-Erlebnis? Schreib uns in den Kommentaren!

 

Fällt der Groschen? – wie ein Aha-Erlebnis alles durcheinander bringt
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4 thoughts on “Fällt der Groschen? – wie ein Aha-Erlebnis alles durcheinander bringt

  • Hi Martje,

    ein toller Artikel für die Blog-Parade. Danke für deine Teilnahme.
    Und danke, für die 4 Prozess-Schritte eines Aha-Erlebnis. Ganz besonders die strukturierten und analytischen Lesern können davon sehr stark profitieren.

    Liebe Grüße,
    David Goebel

    1. Hi David,
      danke für deinen Kommentar und deine Einladung zur Blogparade!
      Ich finde, es ist oft einfacher, etwas zu vertehen, wenn ich weiß, warum ich so oder so handle. Deshalb hoffe ich, auch die etwas unstrukturierteren Leser zu erreichen :-)
      Liebe Grüße
      Martje

      1. und es beruhigt auf jeden Fall den Rationalisten in mir. Ich habe dann einen Prozess, an dem ich mich notfalls festhalten kann. In der Zwischenzeit ist das Unbewusste meist schon weiter unterwegs.

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